Der neue ÖFB-Teamchef wollte sich in der abschließenden Pressekonferenz vor seinem Debüt gegen Kroatien (Freitag, 20:45 Uhr, "Heute"-Liveticker) nicht festlegen, wer als Nummer 1 im Tor stehen wird. Er versicherte: Alle einberufenen Torhüter werden zum Einsatz kommen.
"Wir haben die genommen, die bei ihren Klubs mit einem Stammplatz gespielt haben, auch eine gute Saison hatten", erklärte Rangnick seine Entscheidung Heinz Lindner (Basel), Patrick Pentz (Austria Wien) und Martin Fraisl (Schalke 04) in den Kader für die anstehenden Nations-League-Spiele einzuberufen.
Um sich einen Stammplatz im Tor des ÖFB zu erkämpfen, reicht es nicht aus, sich auf gute Trainingsleistungen zu verlassen. "Die Eindrücke im Training sind das eine, es kommt dann aber drauf an, was sie im Spiel machen", verweist der neue Teamchef auf den "richtig guten Konkurrenzkampf", der in der Mannschaft auf allen Positionen herrscht.
„"Ich kannte alle drei nur vom Fernsehen."“
Keiner der drei Goalies spielte bisher in einer Mannschaft, die von Ralf Rangnick betreut wurde. "Ich kannte alle drei Goalies nur vom Fernsehen", gestand der Deutsche. Die Torwart-Situation im ÖFB-Team ist dem ehemaligen Manchester-United-Coach durchaus bewusst. In den letzten Jahren gab es keine klare Nummer 1. Das Torwart-Trio Lindner (30 Länderspiele), Pentz (1 Länderspiel) und Fraisl (kein Länderspiel) weist wenig Erfahrung auf.
Der 29-jährige Stammtorhüter von Schalke wird in den anstehenden Begegnungen zu seinem Länderspieldebüt kommen. Kurios: Der Debütant startete erst mit 16 Jahren seine Fußballkarriere, wollte ursprünglich Skifahrer werden.
Fraisl wird seinen Einsatz als Möglichkeit betrachten sich für einen neuen Verein zu empfehlen, denn sein Vertrag beim deutschen Bundesliga-Aufsteiger läuft aus und wird nicht verlängert.