Die Reise zum Auswärtsspiel im Rahmen der EM-Qualifikation in Brüssel begann bereits mit einer Panne. Die Chartermaschine des heimischen Fußball-Verbandes hatte einen Defekt, deshalb musste der für 15.30 Uhr geplante Flug von Linz nach Brüssel um vier Stunden verschoben werden. Eine Ersatzmaschine wurde beschafft. Das Team trainierte derweil weiter in Windischgarsten.
Die neue Startzeit ist um 19.30 Uhr, die Ankunft in Belgien dann kurz vor 21 Uhr – alles andere als eine ideale Matchvorbereitung für das Duell mit dem Gruppenfavoriten.
Deshalb hat der ÖFB auch die obligatorische Pressekonferenz bereits abgesagt. Teamchef Rangnick gab noch im oberösterreichischen Teamcamp einige Details preis. Allen voran zwei schmerzhafte Ausfälle. "Für Kevin Danso kommt das Spiel noch zu früh. Da arbeiten wir auf den Dienstag hin. Konny Laimer wird definitiv ausfallen. Er hat vorgestern im Training denselben Schmerz verspürt, wie er ihn schon bei Leipzig hatte. Für dieses Spiel wird es nicht reichen. Wir hoffen aber, dass er am Dienstag gegen Schweden wieder dabei ist", so der Teamchef. "Wir hätten Laimer eingeplant gehabt, aber wir haben uns schon mit einer Alternative beschäftigt. Es ist schade, aber auch nicht zu ändern", ergänzte der Deutsche.
Leichte Entwarnung gab es immerhin bei Manchester-United-Legionär Marcel Sabitzer, der nach überstandener Knieverletzung in den letzten Tagen wieder mittrainieren konnte. "Er wird dabei sein, aber nicht von Anfang an. Es hat sich aber erfreulich entwickelt", so Rangnick.
Auch auf der Torhüter-Position hat sich der Deutsche bereits entschieden: LASK-Schlussmann Alexander Schlager, der im Sommer von den Linzern zu Salzburg wechselt, dort die Nummer zwei ist, wird beginnen. "Bis vor vier Wochen hat er jedes Spiel gespielt, kommt auch aus einem Rhythmus, hat die Spielpraxis", erklärte der 64-Jährige seine Entscheidung. Daniel Bachmann, Patrick Pentz und Niklas Hedl sind nur Ersatz. "Das haben wir den Torhütern schon mitgeteilt", ergänzte der Deutsche. Schlager hat bisher sieben Länderspiele bestritten.
Obwohl die Belgier auf dem Papier klar in der Favoritenrolle sind, glaubt Rangnick an die ÖFB-Chance. "Entscheidend ist, was wir selbst morgen machen, ob wir die Chance haben, zu gewinnen, liegt an uns selbst. Wir haben gezeigt in der Vergangenheit, dass wir auch gegen die großen Nationen gewinnen können. Wichtig wird sein, eine gute Balance zu finden, mutig nach vorne, gleichzeitig dürfen wir ihnen nicht viel Platz und Zeit geben, um ihr Spiel aufzuziehen", führte Rangnick den rot-weiß-roten Matchplan aus.