Ranking: Kurz & Anschober bei Medienpräsenz weit vorne

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Mittwoch, 11. März 2020, anl. einer Sitzung des Ministerrats im Bundeskanzleramt in Wien.
Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Mittwoch, 11. März 2020, anl. einer Sitzung des Ministerrats im Bundeskanzleramt in Wien.picturedesk.com/APA/Helmut Fohringer
Die APA analysiert monatlich die Nachrichten über Österreichs Politiker. Auch im Juli halten Kurz (ÖVP) und Anschober (Grüne) großen Abstand.

Beträchtlich ist immer noch der Abstand von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober auf ihre "Verfolger". In den Top 5 findet sich neben Innenminister Karl Nehammer und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner neuestens auch Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (gestern im "Heute"-Interview zu Gast). Die Anzahl der Nachrichten-Beiträge und deren vermeintlicher Hintergrund hier im Überblick:

1. Sebastian Kurz (ÖVP): 1.195 Beiträge

Im Medienfokus stand der Bundeskanzler vorwiegend aufgrund des EU-Gipfels, bei dem die Staats- und Regierungschefs über ein 750 Mrd. schweres Rettungspaket verhandelten. Kurz machte sich dabei einen Namen als Teil der "Sparsamen Vier", welche die Verschuldung besonders gering halten wollten. Später versuchte er, die geringeren Beiträge Österreichs zum EU-Budget (verursacht durch den Austritt Großbritanniens) als eigenen Erfolg zu verkaufen, zog den Spott von Emmanuel Macron auf sich ("Er hört nicht zu, es ist ihm egal, er kümmert sich um seine Presse und basta.") und verzögerte die erneute Einführung der Maskenpflicht, weil er dies bei der dafür notwendigen Pressekonferenz persönlich kommunizieren wollte. Am Monatsende blieb er "krankheitsbedingt" noch dem Wirecard-Sicherheitsrat fern.

2. Rudolf Anschober (Die Grünen): 927 Beiträge

Rudi Anschober gab sich reumütig, als die Ausgangsbeschränkungen während des Corona-Lockdowns vom Verfassungsgerichtshof als gesetzeswidrig erklärt wurden. Zukünftige Verordnungen sollen von höherer juristischer Qualität sein. Ein weiteres großes Thema des Gesundheitsministers war im Juli die Präsentation der Corona-Ampel.

3. Karl Nehammer (ÖVP): 514 Beiträge

Mit sehr deutlichem Abstand folgt Innenminister Karl Nehammer. Dieser forderte einen "Schulterschluss gegen Radikalisierung", als in Wien kurdische Demonstrationen von türkischen Nationalisten ("Graue Wölfe") attackiert wurden.

4. Klaudia Tanner (ÖVP): 443 Beiträge

Die außergewöhnlich häufigen Meinungsänderungen über die Zukunft des Bundesheeres von Verteidigungsministerin Tanner verhalfen ihr zu Platz 4 im Ranking. Mal sollte das Bundesheer nur mehr für Katastrophenschutz und Cyber-Abwehr zuständig sein, kurz darauf war die militärische Landesverteidigung indiskutabler Bestandteil des Aufgabenkataloges, mal sollten keine Garnisonen geschlossen werden, nur um kurz darauf einzuräumen, dass die Schließung einzelner Kasernen sehr wohl im Raum stehe.

5. Hans Peter Doskozil (SPÖ): 423 Beiträge

Wäre die Insolvenz der Mattersburger Commerzialbank einige Tage früher passiert, wäre Landeshauptmann Doskozil wohl noch einige Ränge nach vorne geschossen. Die Verstrickung seiner Landesregierung in den Bilanzskandal ist momentan Gegenstand der Ermittlungen. Gegen Anfang des Monats trat er vorwiegend durch Kritik an der Bundes-SPÖ und Pamela Rendi-Wagner in Erscheinung.

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