Rapid-Ass Ullmann: "Das LASK-Werkl ist am Laufen"

Am Samstag steigt im Allianz Stadion der Liga-Kracher Rapid gegen LASK. Für einen ist die Partie besonders emotional: Maximilian Ullmann.
127 Mal schnürte Maximilian Ullmann die Fußball-Schuhe für den LASK. Im Sommer suchte der 23-Jährige eine neue Herausforderung – und entschied sich für Rapid. "Hier ist alles größer. Die Stadt, der Verein, das Drumherum. Aber ich habe mich gut eingelebt", sagt der Linksverteidiger im "Heute"-Gespräch.

Am Samstag wird Ullmann von der Vergangenheit eingeholt. Der LASK gastiert in Hütteldorf. Zum ersten Mal muss der gebürtige Linzer gegen seine langjährigen Wegbegleiter antreten. "Es ist für mich keine Partie wie jede andere", gesteht der U21-EM-Teilnehmer. "Es wird etwas Besonderes. Ich freue mich riesig darauf."

Weniger erfreut sind die Oberösterreicher. Der LASK wollte den Hit der fünften Liga-Runde kurzfristig verschieben, um Kräfte für die Champions-League-Quali zu sparen. Rapid schob der Idee einen Riegel vor. Für Ullmann die richtige Entscheidung. "Es steht ja schon relativ lange fest, wann das Spiel steigt. Wenn man es mit genug Vorlaufzeit verschiebt, spricht vermutlich nicht viel dagegen. Aber wenn man es ein paar Tage davor versucht, muss man Rapid verstehen."

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"LASK-Aufstellung ist nicht wichtig"


Gut aus grün-weißer Sicht: Der LASK wird – wie zuletzt beim 1:1 gegen Wattens – nicht in Bestbesetzung auflaufen. "Ich glaube aber, es ist gar nicht so wichtig, mit welcher Aufstellung der LASK kommt. Wir müssen ohnehin in erster Linie auf uns schauen", sagt Ullmann, der als Insider so manch Schwachstelle der Linzer kennt. "Ich denke aber, auf meine Tipps kommt es nicht an. Den LASK kennt man mittlerweile."

Die Stahlstädter verloren in den letzten Wochen mit Coach Oliver Glasner, Stürmer Joao Victor und Ullmann wichtige Erfolgs-Faktoren. Trotzdem sorgen sie vor allem im Europacup für Furore. Eine Überraschung? "Nein. Die Mechanismen haben dort schon richtig gut gegriffen. Wir haben damals auch eine Zeit gebraucht, bis das alles einstudiert war. Das Werkl ist nun am Laufen, es wurde gute Arbeit geleistet. Wir sind auch nicht gleich im ersten Jahr in die Bundesliga aufgestiegen. Trotzdem hat niemand gesagt, jetzt ist alles schlecht. Es wurde ruhig weitergemacht, der Erfolg wurde über Jahre aufgebaut. Deshalb konnte man durchaus erwarten, dass sie gut abschneiden."

"Die Freundschaft ruht für 90 Minuten"


Bei Ullmanns neuem Arbeitgeber stottert der Motor noch. "Es funktionieren noch nicht alle Abläufe so, wie wir uns das vorstellen. Es kann nicht unser Anspruch sein, dass wir – wie beim 2:2 gegen Altach – hinten raus zittern müssen. Ich bin guter Dinge, dass sich das in den nächsten Wochen bessern wird. Wichtig war, dass wir sechs Punkte aus den letzten zwei Spielen gemacht haben."

Ullmann fühlt sich bei Rapid bereits pudelwohl. Einige bekannte Gesichter erleichterten die Eingewöhnungsphase. "Vom U21-Team sind mir Dejan Ljubicic und Paul Gartler recht vertraut. Auch mit Thorsten Schick bin ich schon richtig gut befreundet." Und dann gibt es da noch Philipp Schobesberger, den zweiten grün-weißen Oberösterreicher. Mit ihm kickte Ullmann einst bei Pasching. "Am Anfang ist es gut, wenn du jemanden hast, den du besser kennst."

Am allerbesten kennt Ullmann jedoch seine ehemaligen LASK-Kollegen. "Klar bin ich noch mit einigen Spielern in Kontakt. Aber unmittelbar vor dem Spiel hört die Freundschaft für 90 Minuten auf."



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