Umkämpftes Remis in Hartberg!
In einer Partie, in der Rapid gegen tief stehende Hartberger über weite Strecken den Ton angab, lagen die Hütteldorfer zweimal zurück und konnten zweimal ausgleichen. In der Steiermark gab es schlussendlich nur ein 2:2 – und damit den nächsten Rückschlag im Titelrennen der Meistergruppe.
Lukas Spendlhofer (45.) brachte das Heimteam nach einem Eckball kurz vor der Pause per Traumtor in Führung. Bendeguz Bolla (47.) hatte nach dem Seitenwechsel die richtige Antwort parat, glich zum 1:1 aus. Austria-Leihgabe Luca Pazourek (52.) brachte das Team von Manfred Schmid fünf Minuten später erneut in Front, ehe Rapids Petter Nosa Dahl nach einer Grün-Weißen Drangphase verdient zum Ausgleich traf und den Endstand herstellte.
Das Unentschieden hilft beiden Teams nicht wirklich weiter. Für Rapid ist es das dritte Spiel in Folge ohne Sieg. Weil Salzburg zeitgleich gegen die Austria mit 3:1 gewinnt, rutschen die Hütteldorfer im Meister-Playoff auf den vierten Tabellenplatz ab und stehen nun bei 24 Punkten. Drei Punkte fehlen den Wienern auf Leader Sturm Graz – die Steirer können ihren Vorsprung allerdings im Topspiel gegen den LASK noch weiter ausbauen.
Hartberg hingegen wartet weiterhin auf den ersten vollen Erfolg in der Meistergruppe und liegt mit jetzt 19 Punkten weiterhin auf dem letzten Platz des Playoffs. Der letzte Sieg gelang Ende Februar (!) zu Hause gegen GAK mit einem knappen 1:0. Der Rückstand auf die Austria beträgt allerdings nur drei Zähler.
Rapid dominierte von Beginn an das Spielgeschehen, ohne jedoch für richtige Torgefahr zu sorgen. Hartberg beschränkte sich, wie so oft in dieser Saison, aufs Verteidigen und versuchte, über schnelle Umschaltsituationen zu Chancen zu kommen. Zeitweise hatten die Hütteldorfer in der ersten Halbzeit über 70 Prozent Ballbesitz. Hartberg ging Ende der ersten Halbzeit mit einer der wenigen Offensivaktionen aus dem Nichts in Führung – und das mit einem absoluten Traumtor. Spendlhofer hob den Ball nach einem Eckball per Heber gefühlvoll über Niklas Hedl hinweg ins lange Eck.
Rapid schlug nach dem Seitenwechsel in Person von Bolla (47.) zurück, ehe Hartberg nur fünf Minuten später wieder durch einen Eckball in Führung ging. Der Schuss von Austria-Leihgabe Pazourek wurde von einem Rapidler abgefälscht und kullerte ins Tor – für ihn war es das erste Tor in der österreichischen Bundesliga.
Dann kam es zu einer absoluten Drangphase der Gäste: Weimann (65.) schoss nach einem schön herausgespielten Angriff nur Millimeter am Tor vorbei. Kaum eine Minute später hatte Kara nach einem Missverständnis in der Hartberg-Defensive die große Chance auf den Ausgleich. Allerdings wollte er einen Meter vor dem Tor per Hacke einschieben, anstatt einfach den Fuß hinzuhalten. Besser machte es Kollege Dahl. Der Norweger (68.) traf nach einer Flanke zum verdienten 2:2-Endstand.