Fussball

Rapid-Sponsor wollte Peschek absetzen, geht zur Vienna

Bei Rapid steigt die Vorfreude auf den Saisonauftakt gegen die Admira, doch hinter den Kulissen soll es wieder einmal brodeln.
Phillip Platzer
09.09.2020, 16:21

Mit der Vorstellung des neuen Auswärtstrikots schloss Rapid die Vorbereitung auf die neue Saison endgültig ab, am Freitag geht es schon um 18:30 im Allianz Stadion gegen die Admira.

Rapid-Insider Peter Linden berichtet in seinem Blog von einem Zwist zwischen Rapid-Präsident Martin Bruckner und seinem Gegenkandidaten vom November Roland Schmid, der weiterhin als Sponsor fungierte.

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Schmid war offenbar einer der ersten Sponsoren, der nach dem frauenfeindlichen Plakat gegen Hartberg drohte, den Geldhahn abzudrehen. Immerhin floss von Schmids Firma "Immo United" jährlich eine sechsstellige Summe in die Vereinskasse. Doch dieses Kapitel scheint beendet zu sein.

Der Großsponsor soll Bruckner einen Plan präsentiert haben, um an Bord zu bleiben. Die Vorraussetzungen waren unter anderem wesentliche Änderungen in der Geschäftsführung, sprich ein Aus von Christoph Peschek.

Doch der grün-weiße Präsident ließ sich nicht dreinreden, somit wurde die Zusammenarbeit beendet - Schmids Firma muss Rapid noch eine Abschlagszahlung in sechsstelliger Höhe leisten, um endgültig aus dem Vertrag auszusteigen.

Rapid-Fan Schmid hat schon ein neues Projekt in Wien gefunden. Ab sofort unterstützt der Immobilien-Millionär die Vienna, vorerst mit 150.000 Euro für den Nachwuchs. Der Stadtligist präsentierte den neuen Geldgeber bereits stolz.

Der Abgang von Schmid ist nicht der erste, auch Bier-Partner Ottakringer stieg aus, wurde durch Gösser ersetzt. Aus Insider-Kreisen hört man, dass die zur Brau-Union gehörende Marke aus der Steiermark wesentlich weniger Geld nach Hütteldorf fließen lässt, als die Wiener Brauerei.

Auch Hosensponsor HPYBET fehlt auf der neuen Rapid-Wäsch' - der Wettanbieter zog sich aufgrund der Coronakrise zurück, aber als Namenssponsor der 2. Liga.

Immerhin kann man bei den Grün-Weißen wieder auf Zuschauer-Einnahmen bauen, unabhängig von der Corona-Ampel sollen am Freitag (ab 18:30 Uhr) gegen die Admira 10.000 Fans ins Allianz Stadion kommen.