Gleich 17 (!) Spieler mit Bundesliga-Erfahrung fehlten Rapid beim Heimspiel gegen Wolfsberg. Ein Corona-Cluster, diverse Blessuren und einige Sperren brachten Trainer Ferdinand Feldhofer in Bedrängnis. Und dennoch jubelten die Wiener am Ende über drei Punkte. Dank Youngster Dragoljub Savic, der in der 79. Minute als "Joker" zu seinem Saison-Debüt kam - und Sekunden später mit einem Schuss ins Kreuzeck zum Matchwinner wurde.
"Ein unglaublicher Moment. Genau davon habe ich geträumt, das war die ganze Woche in meinem Kopf drin", jubelte der junge Serbe.
Auch Feldhofer war glücklich, freute sich über sein "goldenes" Händchen bei den Wechseln. "Ein wunderbarer Moment, wenn es so aufgeht. Wenn man die Geschichte im Vorfeld kennt, war es alles andere als klar, dass wir die drei Punkte holen. Es war ein sieg des Willens, ein Sieg der Mentalität. Ein heißer Ritt auf einer extrem scharfen Rasierklinge."
Erstmals seit knapp zwei Jahren stand Christopher Dibon in der Rapid-Startelf. Der von vielen Verletzungen geplagte Kapitän spielte in der Innenverteidigung durch. "Das war ein besonderer Tag für mich. Ich habe nie aufgegeben, habe mich in den letzten Wochen reingekämpft, auch bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis gesammelt. Ich habe viel dafür gegeben, für diesen geilen Verein auf dem Platz zu stehen", berichtet der 31-Jährige. "Ich habe alles reingeschmissen, was in mir steckt. Jetzt werde ich einige Tage Regeneration brauchen, aber ich bin am richtigen Weg, es fühlt sich gut an.