"Rasche Veränderungen" – Hochspannung vor GECKO-Gipfel

Gehören Bilder wie diese schon bald wieder der Vergangenheit an? 
Gehören Bilder wie diese schon bald wieder der Vergangenheit an? Bild: Sabine Hertel
Die Corona-Zahlen steigen. Kommende Woche kommt es zum großen Gipfel von GECKO und Politik. Verschärfte Maßnahmen oder gar ein Lockdown sind möglich.

Es sind brisante Zeilen, die "Heute"  am Sonntag aus GECKO-Kreisen zugespielt wurden. Wie berichtet, wird sich das erst vor kurzer Zeit aus dem Boden gestampfte Corona-Gremium zur "Gesamtstaatlichen Corona-Krisenkoordination" am kommenden Donnerstag, es ist der Dreikönigs-Feiertag, zusammensetzen. Angesichts von Omikron seien "sehr rasche Veränderungen zu erwarten", heißt es in der Mitteilung. 

Diese werden wohl notwendig, auch wenn dank des aktuell geltenden strengen Maßnahmenpakets (FFP2-Maskenpflicht, Lockdown für Ungeimpfte, Beschränkungen der Sperrstunde) aktuell nur leichte Inzidenzanstiege zu beobachten seien. Laut GECKO würden diese Maßnahmen allerdings lediglich helfen, "Zeit zu gewinnen". Das Gremium hält fest: "Die Corona-Lage in Österreich ist nach wie vor ernst, alle unsere Anstrengungen müssen darauf abzielen, die Fallzahlen so niedrig wie möglich zu halten."

Kommt ein Lockdown?

Ob am Donnerstag im Rahmen des Gipfels – auch die Landeshauptleute werden via Video zugeschaltet sein – neue Maßnahmen beschlossen werden, ist unklar. Fix ist aber, dass es im Anschluss an das brisante Treffen eine Pressekonferenz geben wird, um die Öffentlichkeit über den Status Quo zu informieren. Bis lang hielten sich Experten und Politiker bedeckt, spielten auf das Thema "Lockdown für alle" angesprochen auf Zeit. GECKO-Leiterin Katharina Reich sagte dazu noch kurz vor dem Jahreswechsel, dass auf Grund der zum damaligen Zeitpunkt bekannten Daten ein Lockdown weder ausgeschlossen noch angekündigt werden könne. 

Doch die Entwicklungen sind dramatisch. In Wien steigen die Zahlen wieder rasant an. Innerhalb nur einer Woche kam es in der Bundeshauptstadt zu einer Verdoppelung der Fallzahlen. Auch die Zahl der aktiv Infizierten steigt seit Tagen wieder kontinuierlich an.

Angekündigtes Statement birgt Raum für Spekulationen

Molekularbiologe Ulrich Elling zeichnete gar ein düsteres Bild. Die Regierung müsse handeln, sonst drohe dem Land eine Situation, in der (wieder) Feldbetten in der Messehalle aufgestellt werden müssen, um alle Infizierten behandeln zu können. 50.000 Neuinfektionen pro Tag seien auch in Österreich möglich, erklärte er. 

Ein Indiz für Neuerungen ist, wie bereits zuvor erwähnt, auch der Umstand, dass es im Anschluss an den für zwei Stunden anberaumten Gipfel zu einem Statement kommen wird. Bei vergangenen Gipfeln und Beratungen hüllten sich Gecko-Vertreter und Politiker mitunter auch in Schweigen. Wie die (möglichen) Veränderungen aussehen könnten, hängt natürlich auch von der Entwicklung der kommenden Tage ab. GECKO jedenfalls wurde von der Bundesregierung vor ein Fragenkatalog übermittelt. Bei diesem stehe Omikron im Fokus sowie viele Folgefragen, die sich daraus ergeben". 

Man darf jedenfalls gespannt bleiben, wie sich die Coronavirus-Lage in Österreich nun entwickelt. "Heute" wird in gewohnter Weise über alle neuen Entwicklungen berichten. 

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