"Hatten Todesangst"

Raser flieht vor Polizei! Insassen schrien Lenker an

Zwei 17-Jährige flüchteten am Wochenende vor der Polizei. In Steyr ging es mit bis zu 150 km/h durch den Ort, in Passau fielen sogar Schüsse.
André Wilding
14.09.2026, 09:20
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Gleich zwei gefährliche Fluchtfahrten haben am Wochenende die Polizei in Steyr und Passau beschäftigt. In beiden Fällen saßen 17-Jährige am Steuer. Während in Oberösterreich zwei Mitfahrer nach eigenen Angaben Todesangst ausstanden, setzte die Polizei in Bayern sogar ihre Schusswaffen ein.

Mit 150 km/h durch Ortsgebiet

Am Sonntag gegen 6 Uhr wollte die Polizei in Steyr einen Autofahrer kontrollieren. Statt anzuhalten, gab der Lenker Gas und versuchte zu entkommen. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf.

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Der 17-jährige Slowake, der keinen Führerschein besitzt, raste dabei mit bis zu 150 km/h durch das Ortsgebiet von Saaß in der Gemeinde Garsten. Während der Flucht kollidierte das Auto mit einem Reh.

Erst kurz nach Aschach stoppte der Jugendliche den Wagen. Seine beiden 18-jährigen Mitfahrer aus dem Bezirk Steyr-Land gaben danach gegenüber der Polizei an, "Todesangst" gehabt zu haben. Während der Fahrt hätten sie den 17-Jährigen angeschrien und aufgefordert, endlich stehen zu bleiben.

Die Polizei beschlagnahmte das Auto noch vor Ort.

Maskierter Lenker flieht in Passau

Bereits am Samstag kam es auch in Passau zu einer Flucht vor der Polizei. Dort war ein 17-jähriger Tscheche, der in Passau lebt, mit einem Audi unterwegs. Der Lenker war mit einer Sturmhaube maskiert.

Der Wagen war in der Nacht auf Samstag aus einer Garage gestohlen worden. Polizisten entdeckten das Fahrzeug am Nachmittag auf der A3 und wollten den Fahrer stoppen, berichten die "OÖ Nachrichten".

Der 17-Jährige ignorierte jedoch die Anhaltezeichen und fuhr weiter. Auch eine Polizeisperre stoppte ihn nicht. Laut den Angaben durchbrach er diese und fuhr dabei auf einen Polizisten zu.

Polizei schießt auf Fluchtauto

Daraufhin schossen Polizisten auf den Audi. Wie viele Schüsse abgegeben wurden, ist noch nicht bekannt. Ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen ist, wie viele Personen während der Flucht konkret gefährdet wurden und zu wie vielen Zusammenstößen es kam. Auch ein möglicher Tankbetrug wird untersucht, heißt es in dem Bericht der Tageszeitung.

Die Fahrt endete schließlich in der Neuen Rieser Straße mit einem Unfall. Der 17-Jährige wurde leicht verletzt und ambulant im Krankenhaus behandelt. Danach nahm ihn die Polizei fest.

Der Audi wurde erheblich beschädigt und musste abgeschleppt werden. Laut Polizeisprecher Günther Tomaschko hatte der Wagen am Ende platte Reifen. Ob diese durch die Schüsse der Polizei oder auf andere Weise beschädigt wurden, ist noch offen, schreiben die "OÖ Nachrichten".

Ermittlungen nach Schusswaffeneinsatz

Die Kripo Passau untersucht unter Leitung der Staatsanwaltschaft den Schusswaffengebrauch. Gleichzeitig wird die gesamte Fluchtfahrt aufgearbeitet. Dabei soll auch geklärt werden, ob der 17-Jährige den Audi selbst gestohlen hatte oder weitere Personen beteiligt waren.

Die Polizei sucht nun Verkehrsteilnehmer, die während der Flucht gefährdet wurden oder Angaben zur gefahrenen Strecke machen können.

wil,14.09.2026, 09:20