Aufwand zu groß

"Grotesk" – Café-Betreiber muss gesamtes Team kündigen

Gar keine guten Nachrichten: Der Betreiber eines beliebten Linzer Cafés muss seine gesamte Belegschaft kündigen. Der Grund: ein umfassender Umbau.
Oberösterreich Heute
14.09.2026, 04:00
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Wien wurde vor kurzem zum Treffpunkt der besten Kaffeezubereiter aus 15 Ländern: Beim International Barista Cup Grand Finale von Julius Meinl im MuseumsQuartier traten die nationalen Sieger gegeneinander an – und ein Österreicher durfte am Ende jubeln.

Mario Benetseder holte sich den Sieg in der Cappuccino-Disziplin. Vor einer internationalen Fachjury überzeugte er beim Zusammenspiel von Espresso und Milch sowie mit seiner Latte-Art.

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Halbes Jahr geschlossen

Jetzt ist Benetseder, der das Café Orchidee auf der Linzer Gugl betreibt, allerdings gar nicht zu jubeln zumute: Der Botanische Garten, in dem sein Lokal untergebracht wird, steht vor einer umfangreichen Neugestaltung. Der Pächter kann die Räumlichkeiten ein halbes Jahr lang nicht nutzen.

Die bittere Folge: Die fünf Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter haben vor wenigen Tagen erfahren, dass sie in absehbarer Zeit gekündigt werden. "Das ist schon grotesk", sagt der Gastronom in den "Oberösterreichischen Nachrichten".

Sechs Monate sind für das Personal eine lange Zeit. Die Betroffenen müssen sich jetzt andere Beschäftigungsmöglichkeiten suchen. "Ich hoffe aber, dass sie dann wieder zurückkommen, es ist ein sehr gutes Team", sagt ihr bisheriger Arbeitgeber.

Die Stadt wäre ihm entgegengekommen, so Benetseder. Ihm seien für den Übergang alternative städtische Gastro-Immobilien angeboten worden. Doch der Aufwand wäre zu groß gewesen. Der Unternehmer wird sich vorübergehend auf seinen Olivenöl-Verkauf, den er weiterhin beim Botanischen Garten betreibt, und auf "Mexxpresso", sein Kaffeespezialitäten-Catering, konzentrieren.

red,14.09.2026, 04:00