Der 49-Jährige war am 19. Jänner tot in seiner Dachgeschoßwohnung in der Harrachstraße entdeckt worden. Wie berichtet, lag er gefesselt und schwer misshandelt im Badezimmer. "Heute" berichtete ausführlich.
Nun könnte Bewegung in den rätselhaften Fall kommen: In der Wohnung wurden laut "OÖN"-Bericht rund 500 Spuren gesichert, 120 davon wertete das DNA-Labor aus. Dabei stießen die Ermittler auf das Erbgut einer unbekannten Person.
Die DNA wurde laut Staatsanwaltschaft an mehreren Stellen entdeckt, ein zufälliger Aufenthalt in der Wohnung gilt deshalb als unwahrscheinlich. Die Spur stehe "eindeutig in Verbindung mit dem Tatgeschehen", erklärte Sprecherin Ulrike Breiteneder.
Ein Kriminalpsychologe bezeichnete die Tat in seinem Gutachten als "inszeniertes persönliches Tötungsdelikt". Das könnte darauf hindeuten, dass der Makler seinen Mörder kannte. An der Wohnungstür wurden keine Einbruchsspuren gefunden, das Handy des Opfers blieb verschwunden.
Die Ermittler schlossen aber auch finanzielle Hintergründe nicht aus. In der Wohnung wurde eine große Menge Suchtgift entdeckt. Wie berichtet, soll der 49-Jährige zudem Kontakte ins Drogen- und Rotlichtmilieu gehabt haben.
Auch die Suche nach digitalen Hinweisen brachte die Ermittler nicht weiter. Versuche, die Kommunikation des Mordopfers über Gmail nachzuvollziehen, seien erfolglos geblieben. Weder Google in den USA noch in Irland habe dem österreichischen Rechtshilfeersuchen entsprochen. Die angefragten Daten würden laut der Antwort aus Amerika nicht gespeichert, aus Dublin sei überhaupt keine Rückmeldung gekommen.