Im Fall um den Tod einer 39-jährigen Mutter in Marchtrenk rückt erneut ein dritter Mann in den Fokus. Gegen den 43-jährigen Oberösterreicher, der sich im Internet "Mr. Big" nennt und rund eine halbe Autostunde vom Tatort entfernt wohnt, wird ebenfalls ermittelt – das berichtet die "Kronen Zeitung".
Nach den bisherigen Ermittlungen soll er in jener Nacht als weiterer Teilnehmer vorgesehen gewesen sein. Bis 23 Uhr habe er "auf Abruf" gewartet. Dann soll der Ehemann der Frau dem zweiten Verdächtigen "Jimmy" geschrieben haben: "Komm du alleine."
In seiner Einvernahme sprach der 43-Jährige ausführlich über seine Kontakte zu "Jimmy". Diesen habe er im Internet unter dem Namen "Younghengst" kennengelernt und nach eigenen Angaben bei fünf bis sechs Sextreffen gesehen, heißt es in dem Bericht.
Kurz vor der späteren Todesnacht habe "Jimmy" ihm geschrieben, "dass er mich demnächst brauchen werde", wird der Mann in der "Krone" zitiert.
Nach Darstellung des 43-Jährigen sei auch klar besprochen worden, "dass wir mit der bewusstlosen Frau dann machen können, was wir wollen".
Auf die Frage "Was ist, wenn sie sich wehrt?" soll der 43-Jährige laut "Kronen Zeitung" geantwortet haben: "Ich mache seit 15 Jahren Kampfsport. Ich habe viel mit ihr vor."
Gegenüber den Ermittlern gab der Mann laut Bericht der Tageszeitung zugleich an, "noch nie einer Frau Gewalt angetan zu haben".
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Auch zu seiner damaligen Motivation wurde der 43-Jährige befragt. Seine Erklärung: "Es hat sich aufgeschaukelt. Ich war erregt, deppert und betrunken."
Zu einem Treffen mit ihm kam es in der Todesnacht letztlich nicht.
Unterdessen gibt es laut "Krone" auch neue Angaben aus dem beruflichen Umfeld des mittlerweile fristlos gekündigten Ehemanns. Dessen frühere Firma bestätigte, dass der Mann vier Tage nach dem Tod seiner Frau gegenüber Kollegen unter Tränen gesagt habe: "Meine Frau ist gestorben".
Die Ermittlungen gegen den 43-Jährigen sowie die weiteren Verdächtigen laufen. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.