"Mama lebt in dir"

Horror-Ehemann schreibt verstörende Briefe an Tochter

Nach dem Tod seiner 39-jährigen Frau sitzt ein Mann in U-Haft. Aus seiner Zelle schickte der 51-Jährige mehrere Briefe an die gemeinsame Tochter.
André Wilding
11.09.2026, 07:00
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Während gegen ihn wegen des Todes seiner Frau ermittelt wird, soll der 51-jährige Hauptverdächtige aus der Justizanstalt Wels mehrere Briefe an die gemeinsame Tochter geschickt haben. Darin schreibt er laut "Kronen Zeitung" über den Verlust der Mutter, aber auch über alltägliche Dinge zu Hause.

Eines der Schreiben beginnt mit den Worten: "Liebe Sarah, (Anm. Name von der Redaktion geändert) ich weiß eigentlich nicht, wie ich anfangen soll. Leider muss ich noch einige Zeit hierbleiben. Sorry, dass ich euch so viel Stress bereite."

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Der Oberösterreicher sitzt im Zusammenhang mit dem Tod seiner 39-jährigen Frau in Untersuchungshaft. Er soll ihr bei sexuellen Missbrauchshandlungen tödliche Verletzungen zugefügt haben. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Sorgen um den Pool

In den Briefen beschäftigt sich der 51-Jährige laut "Krone"-Bericht auch mit seinem früheren Alltag. So erkundigt er sich offenbar nach dem Pool zu Hause: "Habt ihr beim Pool mal das Wasser kontrolliert und aufgefüllt? Der muss ja schon wie eine Badewanne sein."

Auch der Nudelsalat in der Haft wird thematisiert. Gleichzeitig schreibt der Mann über die Beerdigung seiner Frau und zeigt sich nach Informationen der "Krone" "traurig, dass ich dich auf den schweren Weg, Mama zu beerdigen, nicht trösten kann."

"Sie lebt in dir bzw. uns weiter"

Besonders ausführlich schreibt der Verdächtige über seine verstorbene Frau. "Wenn ich dich sehe, sehe ich Mama. Sie lebt in dir bzw. uns weiter. Wir werden sie nicht vergessen", wird ein Brief des Mannes in der Tageszeitung zitiert.

In einem weiteren Satz heißt es: "Ich habe Mama über alles geliebt und ich kann es nicht in Worten ausdrücken, wie sehr sie mir fehlt."

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Dem 51-Jährigen wird vorgeworfen, seine Frau schwer missbraucht zu haben. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch Chat-Protokolle bekannt, die auf sexuelle Gewalt gegen die Frau hindeuten sollen – "Heute" berichtete.

"Alles nur ein Traum"

In einem der Briefe schildert der 51-Jährige seiner Tochter auch seinen Alltag hinter Gittern und seine Gedanken an die Verstorbene.

"Liege fast den ganzen Tag im Bett und denke an Mama und dich. Ich hoffe die ganze Zeit, dass ich aufwache und alles nur ein Traum war. Dickes Bussi, Papa", heißt es in dem Bericht der Tageszeitung weiter.

Mehrere derartige Schreiben an die Tochter sollen existieren. Sein Anwalt Andreas Mauhart erklärte gegenüber der "Krone" zu den Briefen lediglich: "Davon wüsste ich ..."

wil,11.09.2026, 07:00