Während die Ermittlungen rund um den Tod einer 39-jährigen Mutter aus Marchtrenk laufen, werden weitere schwere Vorwürfe gegen ihren Ehemann bekannt. Der 51-Jährige sitzt in Untersuchungshaft und soll seine Frau betäubt und anderen Männern zum sexuellen Missbrauch überlassen haben. Für ihn und alle weiteren Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Nun rückt auch die frühere Ehe des Hauptverdächtigen in den Fokus. Seine heute 48-jährige Ex-Frau, mit der er ebenfalls Kinder hat, schilderte gegenüber den Ermittlern gewalttätige Vorfälle während ihrer gemeinsamen Zeit – das berichtet die "Kronen Zeitung".
Nach Angaben der Frau habe sich die Situation insbesondere nach der Geburt ihres jüngsten Sohnes verschärft. "Besonders schlimm wurde es nach der Geburt unseres jüngsten Sohnes", gab sie laut "Krone" zu Protokoll.
Auch der damalige Familienhund soll unter dem Verhalten des Mannes gelitten haben. Laut seiner Ex-Frau habe sich das Tier bereits beim Anblick ihres damaligen Ehemanns aus Angst angemacht. Der Hund namens "Chipsi" sei bei Kleinigkeiten "richtig gedroschen" worden. Die 48-Jährige sprach von "extremen Misshandlungen" des Tieres, heißt es in dem Bericht.
Auch über die sexuellen Wünsche ihres damaligen Mannes machte die Frau Angaben. Demnach habe er diese gemeinsam mit anderen Paaren ausleben wollen. Sie selbst habe das abgelehnt.
"Ich war jedoch immer dagegen und wollte das nicht", sagte sie laut "Krone" aus. Ein weiterer von ihr geschilderter Vorfall soll schließlich zur Trennung geführt haben. Nach einer Einladung sei die Situation eskaliert.
"In der Folge setzte er sich (...) auf mich drauf und schlug mir mit beiden Fäusten abwechselnd ins Gesicht. So hatte ich ihn noch nie erlebt. Irgendwann hat er von mir abgelassen und ging schlafen", wird die Frau in der "Krone" zitiert.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
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Nach Angaben der Frau stellte ein Arzt am folgenden Tag einen Nasenbruch sowie Prellungen an Kiefer und Jochbein fest. Wenig später trennte sich das Paar.
Auch in der Nachbarschaft in Marchtrenk sorgen die bekannt gewordenen Vorwürfe für Bestürzung. Ein Mann, der unmittelbar neben dem 51-Jährigen wohnte, will laut Bericht von den mutmaßlichen Vorgängen nichts bemerkt haben:
"Wir haben überhaupt nichts mitgekriegt. Ich war platt, als ich gelesen hab, was da neben uns passiert ist. Drüben war es immer ganz still, man hat nur manchmal einen Pumperer gehört."
Die Ermittlungen zum Tod der 39-Jährigen und zu den schweren Missbrauchsvorwürfen dauern an. Der 51-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.