Kritik und Spott auf Facebook

"Nur zwei Geschlechter" – FPÖ-Post geht nach hinten los

Mit einem Post wollte die FPÖ Gmunden offenbar einen Nerv treffen. Das gelang auch – nur anders als erhofft: In den Kommentaren hagelte es Spott.
Lea Strauch
10.09.2026, 05:00
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"Es gibt nur zwei Geschlechter: Mann und Frau", verkündete die FPÖ Gmunden auf Facebook. "Biologie ist keine Ideologie und keine Frage des Zeitgeists", legten die Freiheitlichen nach. Dazu gab es eine Grafik mit zwei Silhouetten und derselben Botschaft in großen blauen Buchstaben.

Heftige Kritik an Posting

Für den Beitrag hagelte es zwar Reaktionen, in der Kommentarspalte ging der Schuss allerdings gehörig nach hinten los. Unter den fast 200 Wortmeldungen fanden sich überwiegend kritische und spöttische Antworten.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Scheinbar ist Gmunden in der Steinzeit hängengeblieben", meinte ein Nutzer. Ein anderer fragte: "Warum sich die FPÖ immer so viel für Geschlechter interessiert?" Auch der politische Nutzen des Postings wurde angezweifelt: "Was hat das für eine Relevanz für die Zukunft Österreichs?"

"In Bio nicht aufgepasst?"

Der Beitrag brachte viele Kommentatoren auf die Palme. "Womit sich die FPÖ Gmunden so beschäftigt. Als ob das unsere größten Sorgen wären", wunderte sich ein Mann. Ein anderer schrieb: "Hat jemand in Bio nicht aufgepasst?" Viele Kommentatoren warfen der FPÖ vor, die Biologie selbst zu stark zu vereinfachen.

Ganz ohne Zustimmung blieben die Freiheitlichen allerdings nicht. "Ich bin ÖVP-Wähler und stimme dem voll und ganz zu", schrieb etwa ein Nutzer. Ein anderer meinte: "Stimmt! Alles andere entsteht in kranken Köpfen!" Insgesamt überwogen in der Kommentarspalte aber klar Häme.

Schon einmal Regenbogen-Wirbel

Der Fall erinnert an einen ähnlichen FPÖ-Aufreger vor zwei Jahren. Damals knüllte der oberösterreichische Landtagsabgeordnete Michael Gruber in einem Instagram-Video eine Regenbogenfahne zusammen und warf sie in den Mistkübel. Auch diese Aktion entwickelte sich anders als wohl geplant: Grubers Social-Media-Account wurde danach regelrecht mit Regenbogenflaggen-Emojis geflutet.

Lstr,10.09.2026, 05:00