Baumarkt-Insolvenz

Nach 10 Jahren war Schluss – Jochen verlor seinen Job

Die Hellweg-Filiale in Ried ist geschlossen, rund 30 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Ex-Mitarbeiter Jochen erzählt, wie es für sie weitergeht.
Michael Pollak
09.09.2026, 16:22
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Für Jochen ist nach zehn Jahren beim Baumarkt Hellweg vorerst Schluss. Seit einer Woche ist die Filiale der insolventen Kette in Ried im Innkreis geschlossen. Rund 30 Mitarbeiter haben dort laut dem langjährigen Mitarbeiter ihren Job verloren.

"Ehrlich gesagt, das war für uns keine Überraschung. Den meisten ist seit Jahren bekannt, dass unser Unternehmen nicht gut dasteht", erzählt Jochen (Name der Redaktion bekannt) im Gespräch mit "Heute", "wir haben alle keine Hoffnung gehabt."

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Pleite wurde zum "Running Gag"

Wie angespannt die Situation schon länger war, zeigt der Galgenhumor innerhalb der Belegschaft. "Das war fast ein Running Gag bei uns in der Firma", sagt Jochen über die immer wieder drohende Pleite.

Nun ist aus den Befürchtungen Realität geworden. Die österreichische Hellweg-Tochter befindet sich seit Ende Juni in einem Sanierungsverfahren. Damals gab es österreichweit noch sechs Filialen mit insgesamt 165 Mitarbeitern.

"Das reicht jetzt für ein paar Monate"

Für Jochen und seine ehemaligen Kollegen geht es jetzt vor allem um die finanzielle Absicherung. "Wir hatten schnell einen guten Kontakt zur AK. Die haben uns geholfen mit dem Insolvenzausgleichsfonds", erzählt Jochen. Dadurch bekommen die Betroffenen noch Geld, "das reicht jetzt für ein paar Monate."

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Einige langjährige Mitarbeiter erhalten noch fünf Monatsgehälter. Jochen war zehn Jahre im Unternehmen: "Ich bekomme drei Gehälter", sagt er zu "Heute".

Junge Familien machen sich Sorgen

Der Frust sitzt bei manchen Mitarbeitern nach der Insolvenz tief: "Ein paar haben völlig resigniert, die haben eine große Wut auf die Firma." Besonders schwierig ist die Situation für Mitarbeiter mit hohen laufenden Ausgaben. Unter den Betroffenen sind etwa junge Familien, die gerade ein Haus bauen und sich jetzt große Sorgen machen.

Hoffnung auf Rückkehr in den alten Job

Ganz abgeschrieben hat Jochen seinen Arbeitsplatz allerdings nicht. "Unser Standort in Ried hat angeblich gute Chancen, von einem anderen Unternehmen übernommen zu werden", sagt er.

Genau darauf setzt nun ein Teil der ehemaligen Belegschaft: "Wir hoffen, dass wir dann unsere Jobs wieder haben können." Für Jochen und seine ehemaligen Kollegen in Ried ist es ein kleiner Lichtblick.

POM,09.09.2026, 16:22
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