Nach dem Tod einer 40-jährigen Frau aus Marchtrenk in Oberösterreich beschäftigt ein aufsehenerregender Fall die Ermittler. Die Frau erlitt bei einem gemeinsamen Sexspiel mit ihrem 50-jährigen Ehemann so schwere Verletzungen, dass sie noch in der gemeinsamen Wohnung verblutete. Die alarmierte Rettung konnte ihr nicht mehr helfen.
Dem 50-jährigen Österreicher droht nun im Falle einer Verurteilung lebenslange Haft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt allerdings nicht wegen Mordes, sondern wegen "Sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person". Führt diese Straftat zum Tod des Opfers, sieht das Gesetz denselben Strafrahmen wie bei Mord vor.
Die Tat soll sich bereits vor rund drei Wochen ereignet haben. Erst die Obduktion brachte das volle Ausmaß der Verletzungen ans Licht. Demnach waren die massiven Verletzungen im Bauch- und Unterleibsbereich durch erhebliche Gewalteinwirkung entstanden.
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Der 50-Jährige erklärte laut "Kronen Zeitung" bei seiner Einvernahme, der "Unfall" sei bei einem "Sexspiel" passiert. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sollen seine Schilderungen allerdings nicht mit dem Verletzungsbild übereinstimmen, das auf deutlich stärkere Gewalteinwirkung hindeutet.
Der Verdächtige befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Unklar ist, ob er sich aufgrund einer mutmaßlichen Berauschung an die Tat nicht erinnern kann oder will. Laut den bisherigen Ermittlungen soll auch die 40-Jährige so stark berauscht gewesen sein, dass sie sich nicht gegen die Handlungen wehren konnte. Ob sie dem "Sexspiel" zunächst zugestimmt hatte, ist derzeit ebenfalls ungeklärt.
Die Ermittler gehen derzeit nicht von einer vorsätzlichen Tötung aus, sondern von Fahrlässigkeit. Für den 50-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung. Obwohl die Ermittler keine Tötungsabsicht annehmen, könnte dem Verdächtigen im Falle einer Verurteilung dennoch lebenslange Haft drohen.