Bitter: Die menschengemachte Erderwärmung wird sich nicht mehr auf 1,5 Grad begrenzen lassen. Das geht aus dem neuen Bericht "Limiting Overshoot" des UN-Umweltprogramms (UNEP) hervor.
Demnach befindet sich die Welt aktuell auf einem Pfad, der zu etwa 2,6 Grad Temperaturanstieg im Vergleich zur vorindustriellen Zeit führen würde. "Die sengende Hitze, die verheerenden Waldbrände und die tödlichen Überschwemmungen dieses Sommers sind eine Warnung vor dem, was uns bevorsteht", so UN-Generalsekretär Antonio Guterres.
Die stark gestiegenen Temperaturen machen sich in den Umsätzen vieler Betriebe bemerkbar: Produzenten von Klimageräten durften sich über volle Auftragsbücher freuen. Der Verkauf von hat sich in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt, berichtet Innungsmeister Peter Reiter von der OÖ-Wirtschaftskammer im ORF.
Der Sommer war stets die Hauptsaison für die Unternehmen. Im Herbst, Winter und Frühling behalfen sie sich mit Neubauten und Reparaturen, vor allem aber mit Wartungsverträgen. Das sei heuer anders, sagt Gerhard Mayr vom Produzenten TVG in Ansfelden (Bez. Linz-Land).
Man werde zumindest bis Weihnachten mit neuen Anlagen beschäftigt sein, heißt es. Wartungen müssten nebenbei laufen. Denn: Viele wollen ihr Eigenheim nachrüsten. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein kühles Schlafzimmer, gefolgt von den anderen Räumen.
Probleme gebe es laut Kammer bei historischen oder denkmalgeschützten Gebäuden, aber auch bei Wohnanlagen: Fix montierte Klimageräte würden genauso wie Satellitenschüsseln die Fassaden optisch zum Nachteil verändern und seien häufig nicht erlaubt.