Wegen der auffälligen Handhaltung des Video-Schiedsrichterassistenten Shaun Evans vor dem deutschen WM-Auftakt gegen Curacao (7:1) am Sonntag fordert der Fußball-Weltverband FIFA offenbar eine Erklärung. Dies berichtete die BBC unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Quellen. Eine Stellungnahme der FIFA gab es zunächst nicht.
Vor dem Anpfiff wurden der 38-jährige Australier und seine Kollegen im VAR-Raum gezeigt, dabei bildete Evans mit den Fingern seiner rechten Hand ein Zeichen, das als rechtsextremes Symbol gelesen werden kann. Die Geste wird in vielen Ländern allerdings auch als "Okay"-Zeichen verwendet.
Das Antidiskriminierungsnetzwerk Football Against Racism in Europe (FARE) kritisierte den Vorfall und forderte Konsequenzen. "Ein weltweites Fernsehpublikum sollte nicht damit konfrontiert werden, dass rechtsextreme Personen Neonazi-Symbole verwenden, während es sich darauf vorbereitet, ein Spiel zu verfolgen. Es ist klar, dass dieser Offizielle bei dieser Weltmeisterschaft keine weitere Rolle mehr spielen sollte", heißt es in einer Stellungnahme.
Evans steht seit 2017 auf der FIFA-Schiedsrichterliste, bereits bei der WM 2022 in Katar war er als Video-Referee im Einsatz.