Eine mysteriöse Box im Gebüsch der Oberen Alten Donau kam einem Wiener am Freitag richtig teuer zu stehen. Hundebesitzer Erich war mit seinem "Udo" unterwegs, als Hund und Herrchen überraschend auf Rattenfallen am Wegrand stießen. Bevor der Wiener seinen neugierigen Jack-Russel-Terrier abhalten konnte, beschnüffelte dieser schon interessiert die Gift-Box. Der besorgte Besitzer entdeckte eine Warnung auf dem Köder: "Kinder und Haustiere fernhalten". Er fackelte nicht lange und brachte seinen Rüden zum Tierarzt. Kostenpunkt: 200 Euro.
Erich war etwas übervorsichtig: Ein Ultraschall zeigte, dass das Haustier glücklicherweise nicht vergiftet wurde. Trotzdem musste der Wiener eine satte Rechnung von über 200 Euro blechen.
Dass da Rattenköder in Gebüschen rund um das Erholungsgebiet verteilt lag, regt den Floridsdorfer besonders auf: "Da laufen viele kleine Kinder und Tiere herum, die könnten sich vergiften", so der Wiener im Gespräch mit "Heute". Außerdem stört es ihn, dass auf die Köder mit keinem Warnschild aufmerksam gemacht wurde.
"Heute" fragte beim zuständigen MA 45 – dem Magistrat für Gewässer nach, um zu erfahren, was es mit den Rattenködern an der Alten Donau auf sich hat. "Die von der MA 45 verwendeten Rattenköderboxen sind selbstverständlich kinder- und hundesicher. Hunde können diese Boxen nicht knacken. Trotzdem sollte man Hunde und Kinder nicht mit Rattenköderboxen spielen lassen", versicherte eine Pressesprecherin im Gespräch mit der "Heute"-Redaktion.
Darauf, dass die Boxen befestigt sind, wird laut MA45 mittels Warnstickern auf den anliegenden Bäumen aufmerksam gemacht. Für Erich ist eines jedenfalls klar: Beim nächsten Gassi-gehen mit "Udo" wird er nochmal genauer darauf achten, welche Gebüsche sein Terrier erkundet.