Es ist ein echter Einschnitt für das ZDF-Boulevardmagazin "hallo deutschland": Nach mehr als 16 Jahren vor der Kamera wird Moderator Tim Niedernolte verabschiedet. Seine letzte Sendung läuft am 26. Juni. Danach ist Schluss.
Der Ausstieg ist Teil einer größeren Umstrukturierung beim ZDF. Das Magazin soll ab Sommer 2026 künftig im Wechsel von Sandra Maria Gronewald und Marvin Fischer präsentiert werden. Für die bisherigen Gesichter bedeutet das: Abschied nach vielen Jahren im Studioalltag.
Neben Niedernolte werden auch Babette von Kienlin und Lissy Ishag aus dem Format genommen. Für den 47-Jährigen endet damit eine lange TV-Ära, die ihn über Jahre hinweg zu einem festen Bestandteil des Nachmittagsprogramms gemacht hat.
Kurz vor seiner finalen Sendung spricht Niedernolte offen über seine Gefühlslage:
"Ich spüre meinen Herzschlag, denn da schlagen derzeit zwei Herzen in meiner Brust", erzählt er in der AZ.
Einerseits sei da Wehmut über das Ende einer langen Zeit: "16 Jahre, die meisten davon fast jede zweite Woche live on air. Das prägt einen natürlich."
Andererseits überwiege auch Vorfreude: "Das andere Herz freut sich auf Neues, auf neue Aufgaben, neue Möglichkeiten und Abenteuer."
Ganz vorbei ist seine TV-Zeit allerdings nicht. Mit dem Format "Endlich Gute Nachrichten" arbeitet Niedernolte bereits an einem neuen Projekt. Die Idee dahinter: positive Geschichten in einer oft von Krisen geprägten Nachrichtenwelt.
"Wir brauchen gute Nachrichten und Geschichten vom Gelingen", sagt er über seinen Neustart.
Besonders eine Anekdote aus seiner ZDF-Zeit bleibt hängen: Als inoffizieller "Weihnachtsbaum-Beauftragter" der Maskenabteilung brachte er jedes Jahr einen Baum ins Haus – teilweise sogar mit dem Bus oder zu Fuß, wenn Taxis ihn versetzten.
Nach 16 Jahren pendeln zwischen Berlin und Mainz sagt er nun auch ehrlich, was er nicht vermissen wird: "Das Leben aus dem Koffer und das ständige Pendeln."
Für Niedernolte endet damit eine prägende TV-Zeit. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.