Im Schweizer Kanton Waadt kam es am Montag zu einem größeren Betrugsfall mit Covid-19-Notkrediten. Wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt, sollen sich mehrere Täter bei verschiedenen Banken Kredite im Wert von mehreren Millionen Euro erschlichen haben.
Es kam zu Razzien in verschiedenen Unternehmen. Die Polizei hat mehrere Personen vorläufig festgenommen und eine Untersuchung wegen Betrugs, Untreue, schwerer Misswirtschaft, Wertpapierfälschung, Geldwäsche und Verstoß gegen die Covid-Verordnung eingeleitet. Laut Polizei wurden bereits rund 1,5 Millionen Euro ins Ausland überwiesen.
Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um Schweizer Bürger aus der Türkei. Sie werden verdächtigt, von verschiedenen Banken aufgrund falscher Angaben Hilfen in Höhe von mehreren Millionen Franken erhalten zu haben. Es ist nicht der erste Fall in der Schweiz, bei dem Corona-Kredite missbräuchlich erworben wurden. Zuletzt sollen sich einige Unternehmer Luxusautos mit der Hilfe von staatlichen Zuschüssen gesichert haben.