Schlag gegen Neonazi-Miliz – Razzien im Osten Österreichs

Bei erneuten Razzien in vier Bundesländern wurden NS-Devotionalien, vollautomatische Schusswaffen, Kriegsmaterial sowie Suchtmittel sichergestellt.

Seit Dezember hatten österreichische und internationalen Polizeieinheiten gegen ein rechtsextremes Netzwerk, in dem sich Beteiligte über den Aufbau einer "Miliz der Anständigen" austauschten, um "das System zu kippen", ermittelt.

Wie am Samstag bekannt wurden, haben Kräfte des Verfassungsschutzes am 1. Juli 2021 weitere Hausdurchsuchungen in Niederösterreich, Oberösterreich, Wien und im Burgenland durch Kräfte des Verfassungsschutzes durchgeführt.

Im Zuge der koordinierten Razzia wurden in Wohngebäuden der Beschuldigten zahlreiche NS-Devotionalien, vollautomatische und halbautomatische Schusswaffen, kistenweise Munition, Magazine, Kriegsmaterial, Suchtmittel sowie Mobiltelefone, Notebooks sichergestellt.

"Ohne Kompromisse"

Gegen jeweils einen Beschuldigten in Wien und in Burgenland wurden aufgrund der Ermittlungsergebnisse auch behördliche Waffenverbote verhängt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und werden im Auftrag der Justiz fortgeführt.

"Ich bin zutiefst beunruhigt, wenn solche Gruppe vollautomatische Waffen oder Handgranaten in ihrem Besitz hat. Der pausenlose Einsatz unserer Sicherheitskräfte gegen Rechtsextremismus muss ohne Kompromisse fortgeführt werden", sagte Innenminister Karl Nehammer in Reaktion auf die neuerlichen Waffenfunde. Mehr zur Reaktion des Innenministers findest du HIER >

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