In der Länderspielpause stellte Gareth Bale sein großes Können zuletzt wieder eindrucksvoll unter Beweis. Mit einem sehenswerten Doppelpack zerstörte der Waliser im WM-Play-off die ÖFB-Träume von der Endrunde in Katar.
Zurück beim Klub fristet der Superstar allerdings wieder sein Dasein als Persona non grata.
Am Samstag kommt der 32-Jährige zum ersten Mal seit zwei Jahren (!) in einem Heimspiel für Real Madrid zum Einsatz. Er wird beim 2:0 gegen Getafe in der Schlussphase eingewechselt.
Wie reagieren die Fans? Sie pfeifen den Waliser lautstark aus. Der Kollege von ÖFB-Star David Alaba steht weder beim Klub noch bei seinen Fans hoch im Kurs. In den letzten Jahren steht er beim "Weißen Ballett" auf dem Abstellgleis. Ein Abschied kam aber vor Vertragsende im kommenden Sommer nie in Frage – zu hoch ist sein Gehalt. Bale verdient knapp 40 Millionen Euro im Jahr, sitzt sein Arbeitspapier aus. Sehr zum Ärger der Anhänger.
Trainer Carlo Ancelotti: "Ja, Bale ist ausgebuht worden, aber erst ist ein ernsthafter Profi, er trainiert gut, und wenn es notwendig ist, wird er in dieser finalen Phase der Saison spielen. Das müssen die Fans verstehen."
Was die Fans wohl vergessen haben: Bales vier Champions-League-Titel mit dem Klub, an denen er teils großen Anteil hatte. Unvergessen: Sein Doppelpack mit Fallrückziehertor im Endspiel gegen Liverpool.