Im BestFans-Interview spricht Ginger Costello offen über den Neuanfang nach dem Liebes-Aus, Vertrauen in ihrer neuen Beziehung, klare Grenzen auf Creator-Plattformen und die Schattenseiten des Reality-Geschäfts. Ein Gespräch über Selbstbestimmung, Öffentlichkeit – und darüber, warum leise Entscheidungen oft die stärksten sind.
Mir geht es heute deutlich besser. Die Trennung war kein leichter Schritt, aber im Rückblick der richtige. Ich habe mir Zeit genommen, vieles zu reflektieren, mich neu zu sortieren und wieder mehr auf mich selbst zu hören.
Ich schätze vor allem seine Ruhe und seine Bodenständigkeit. Er gibt mir das Gefühl, angenommen zu sein, ohne mich verändern zu wollen, und unterstützt mich, ohne mich zu kontrollieren.
Ich zeige dort eine selbstbestimmte, sinnliche Seite von mir, aber immer in einem Rahmen, den ich bewusst setze. Es geht weniger um Provokation als um Ästhetik, Persönlichkeit und Nähe zur Community.
Er wusste von Anfang an, was ich mache. Für ihn ist entscheidend, dass ich transparent bin und mich wohlfühle. Wir haben klare Absprachen und viel Vertrauen.
Eifersucht kann es in jeder Beziehung geben, aber sie bestimmt uns nicht. Offene Kommunikation hilft sehr, Unsicherheiten früh anzusprechen.
Ja, definitiv. Explizite Inhalte oder Dinge, die meine Würde oder mein privates Umfeld betreffen, kommen für mich nicht infrage. Bestimmte Bereiche meines Lebens bleiben privat.
Viele wünschen sich persönliche Nachrichten, kleine Alltagsupdates oder einfach das Gefühl von Nähe. Die meisten Anfragen sind respektvoll.
Es gab Anfragen, die eher kurios als unangenehm waren – etwa sehr detaillierte Rollenspiel-Ideen. Ich kann darüber schmunzeln, lehne so etwas aber freundlich ab.
Das variiert stark. Es kann ein nettes Zusatzeinkommen sein, in manchen Fällen auch deutlich mehr – abhängig von Reichweite, Aktivität und Community-Bindung. Reich wird man nicht automatisch.
Es ist eine Mischung aus Herausforderung, Selbsterfahrung und beruflicher Chance. Natürlich spielt auch die Gage eine Rolle, aber nicht allein.
Formate mit extremem Schlafmangel und ständiger Konfrontation gehen an die Substanz. Es gab Momente, in denen ich ans Aufgeben gedacht habe, aber letztlich durchgehalten habe.
Es gibt Menschen, mit denen man einfach nicht auf einer Wellenlänge ist. Positiv überrascht haben mich oft diejenigen, die öffentlich ganz anders wahrgenommen werden als privat.
Das war intensiv. Es hat uns gefordert, aber auch zusammengeschweißt. Man lernt sich in Extremsituationen noch einmal ganz neu kennen.
Nicht jede Meinung von außen ist relevant. Und: Authentizität ist anstrengend, aber langfristig der gesündeste Weg.
Ich möchte mich breiter aufstellen, mehr eigene Projekte verfolgen und bewusster auswählen, welche TV-Formate wirklich zu mir passen. Nicht alles, was laut ist, bringt einen weiter.
Ja, Bert und ich stehen weiterhin in täglichem Kontakt und sind sehr gut befreundet. Die Trennung war rückblickend für uns beide das Beste, weil wir gemerkt haben, dass sich unsere Beziehung in eine andere Richtung entwickelt hat. Uns war wichtig, respektvoll miteinander umzugehen und im Guten auseinanderzugehen. Statt als Paar weiterzukämpfen, haben wir uns bewusst dafür entschieden, als Freunde zueinanderzustehen – nicht als Feinde. Dieser respektvolle Umgang verbindet uns bis heute.
Ganz klar die erste Staffel. Es war mein erstes großes TV-Format, und dadurch war eigentlich die komplette Zeit eine enorme Herausforderung. Alles war neu, ungewohnt und ehrlich gesagt auch ein bisschen spooky. Man weiß nicht, was als Nächstes passiert, und lebt ständig in dieser Erwartungshaltung. Gleichzeitig gab es extrem viel Leerlauf und Langeweile – wir haben oft stundenlang gewartet und gedacht, gleich passiert etwas, und dann kam doch nichts. Diese Mischung aus Unsicherheit, Stillstand und Dauerbeobachtung war schon sehr speziell. Rückblickend war es eine intensive, aber auch prägende Erfahrung.