Rebellion – Ex-Kommandant wirft Kreml Verrat vor

Über seinen Telegram-Kanal warf der russische Ex-Kommandant Igor Girkin dem Verteidigungsminister Schoigu Fahrlässigkeit und Verrat vor.
Über seinen Telegram-Kanal warf der russische Ex-Kommandant Igor Girkin dem Verteidigungsminister Schoigu Fahrlässigkeit und Verrat vor.REUTERS
Ex-Kommandant Igor Girkin wirft dem russischen Verteidigungsminister Schoigu "kriminelle Fahrlässigkeit" vor. Er ist nicht der erste Russen-Kämpfer.

Ein ehemaliger Kommandant der pro-russischen Streitkräfte hat dem russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu schwere Vorwürfe gemacht. "Ich beschuldige Sergei Schoigu direkt mindestens der kriminellen Fahrlässigkeit", sagte Igor Girkin in einem Videointerview, das am Freitag auf seinem Telegram-Kanal veröffentlicht wurde. "Ich habe keinen Grund, ihn des Verrats zu beschuldigen. Aber ich würde das vermuten", sagte er laut Berichten des "Kurier".

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Wegen seiner mutmaßlichen Rolle beim Abschuss des Flugzeugs MH17 gibt es einen internationalen Haftbefehl gegen Girkin. Im Krieg in der Ukraine seit 2014 war er einer der militärischen Führer der separatistischen Volksrepublik Donezk und soll im russischen Militärgeheimdienst aktiv gewesen sein.

Die Stärke der Ukraine hat Russland "völlig überrascht"

In letzter Zeit wird vermehrt interne Kritik am russischen Militär laut. So kritisierte am Donnerstag ein ehemaliges Mitglied der berüchtigten Wagner-Gruppe die Fähigkeiten der russischen Truppen. Das Scheitern des russischen Militärs bei der Einnahme der ukrainischen Hauptstadt sei unvermeidlich gewesen, weil es in den Jahren zuvor nie direkt mit einem mächtigen Feind konfrontiert gewesen sei, sagte der frühere Söldner Marat Gabidullin gegenüber "Reuters".

Über die Rückschläge der Soldaten sagte er: "Sie waren völlig überrascht, dass die ukrainische Armee so heftigen Widerstand leistete und dass sie es mit einer echten Armee zu tun hatten." Auf russischer Seite habe man erwartet, beim Einmarsch in die Ukraine auf zusammengewürfelte Milizen zu treffen, nicht auf gut ausgebildete reguläre Truppen, so Gabidullin. Er selbst verließ die Wagner-Gruppe im Jahr 2019 und lehnte ein Angebot ab, auf russischer Seite in der Ukraine zu kämpfen.

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