Weltmeister Verstappen erlebte in Belgien ein durchwachsenes Rennwochenende. Beim Sprint am Samstag holte sich der Niederländer noch den Sieg. Beim Grand Prix am Sonntag folgte dann der Rückschlag – lediglich Platz vier, keine Pace und reichlich Frust. Der Grund: Der Niederländer ging im Vergleich zum Vortag mit einem deutlich größeren Heckflügel an den Start – angepasst auf die vermutete feuchte Witterung.
Aus dem Plan wurde aber nichts: Die Rennleitung wartete die starken Regenfälle ab. Der Grand Prix startete mit 1:20 Minuten Verzögerung – und fand fast komplett im Trockenen statt. Durch die Änderung fehlte Verstappen im Rennen der Top-Speed und hatte somit keine Chance aufs Podium. Den Schwarzen Peter wollten die Bullen dann einem anderen zuschieben.
Motorsportberater Helmut Marko schob die Schuld für die verhältnismäßig schlechte Leistung seines Schützlings deshalb auch der zuständigen Rennleitung in die Schuhe. "Mit dem richtigen Rennleiter hätten wir auch die richtige Einstellung gehabt", erklärte der Österreicher auf nach Frage und führte aus: "Beide unserer Fahrer sagten, zwei oder drei Runden mehr hinter dem Safety-Car, und das Wasser wäre weg gewesen - wir hätten ein reguläres Rennen fahren können."
Seiner Ansicht nach sei es eine "komische Entscheidung" gewesen, die den weiteren Verlauf des Rennens kaum berücksichtigt hätte – ganz zum Leidwesen der Bullen. Aus dem vermuteten Regenrennen wurde innerhalb weniger Runden ein trockener Grand Prix, auf den die Bullen nicht eingestellt waren und das falsche Setup hatten.
Noch deutlicher wurde der enttäuschte Max Vertsappen: "Es hat nicht einmal geregnet." Zwar wäre zu Beginn die Sicht leicht eingeschränkt gewesen, dies hätte sich seiner Meinung nach ein paar Runden allerdings gelegt. Das Vorgehen der Rennleistung ergibt aus Verstappen-Sicht "keinen Sinn." Der Niederländer erklärte: "Das hier war dann für mich das andere Extrem: Warten um jeden Preis. Und das ruiniert eben auch ein schönes, klassisches Regenrennen".