Die Stewards entschieden, dass Perez im ersten Qualifying-Abschnitt Haas-Pilot Nico Hülkenberg in Kurve 13 unnötig aufgehalten, dem Deutschen damit die Runde ruiniert habe. Deshalb sprachen die Rennkommissare eine Drei-Platz-Strafversetzung für den Großen Preis am Sonntag aus.
Perez hatte sich eigentlich als guter Dritter hinter Dreifach-Weltmeister Max Verstappen und Ferrari-Mann Carlos Sainz qualifiziert, verliert diesen Startplatz nun aber, muss das Rennen in Melbourne vom sechsten Platz aus in Angriff nehmen. Von der Rückversetzung profitieren Lando Norris, Charles Leclerc und Oscar Piastri, die jeweils um einen Rang aufrückten.
Schon während des Qualifyings wurde bekannt, dass die Kommissare eine Untersuchung des Falles, der nicht in der TV-Liveübertragung zu sehen war, eingeleitet haben. Sowohl Perez, also auch Hülkenberg, mussten nach dem Zeittraining bei den Stewards erscheinen.
"Hülkenberg war auf einer schnellen Runde, als er Kurve 13 erreichte, Perez war auf einer Out-Lap. Hülkenberg musste die Ideallinie verlassen und um Perez herumfahren. Hülkenberg war dazu gezwungen, früh vom Gas zu gehen und früh zu bremsen", erklärten die Stewards in ihrer Begründung. Red Bull sei auf das vorausfahrende Auto, das ebenso langsam wurde, fokussiert gewesen. Allerdings hielten die Kommissare fest, dass Perez den Haas-Mann "unnötig behindert" hatte.