Regierung präsentiert neue Regeln zum Energiesparen

Energieministerin Leonore Gewessler und Wirtschaftsminister Martin Kocher präsentieren das Paket am Montag. NÖs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) fordert eine "Licht-Sperrstunde".
Energieministerin Leonore Gewessler und Wirtschaftsminister Martin Kocher präsentieren das Paket am Montag. NÖs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) fordert eine "Licht-Sperrstunde".Sabine Hertel (Archivbild)
Bereits am Montag präsentiert die Bundesregierung eine Energiesparkampagne. Aus Niederösterreich kommen dazu konkrete Forderungen.

Angesichts der horrenden Strompreise nehmen sich immer mehr Bürger bei ihrem Verbrauch zurück. Gelegentlich sorgt das für Unverständnis, etwa wenn Regierungsgebäude oder Geschäfte mitten in der Nacht noch hell erleuchtet sind. Damit soll bald Schluss sein. Wie "Heute" erfuhr, will der Bund schon am Montag eine neue Energiesparinitiative präsentieren.

Diese "Energiesparkampagne der Bundesregierung" wird direkt in der Früh von Energieministerin Leonore Gewessler, Wirtschaftsminister Martin Kocher, Barbara Schmidt (Generalsekretärin Österreichs Energie) und Franz Angerer von der Österreichischen Energieagentur präsentiert.

"Licht-Sperrstunde" gefordert

Die genauen Details sind freilich noch nicht bekannt, einige konkrete Forderungen kamen jedoch bereits aus den Bundesländern in Richtung Wien. Das schwarz-regierte Niederösterreich will etwa eine "Energie-Sperrstunde".

"Energiesparen ist das Gebot der Stunde – die beste Kilowattstunde ist jene, die garnicht erst verbraucht wird", sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Er will deswegen eine Sperrstunde für unnötigen Stromverbrauch. "Ich sehe zum Beispiel nicht ein, wieso Einkaufszentren und Schaufenster hellstens erleuchtet sein müssen oder bei laufender Vollklimatisierung die Eingangstüren sperrangelweit offen stehen. Das gehört abgestellt!"

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) fordert eine "Licht-Sperrstunde".
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) fordert eine "Licht-Sperrstunde".Land NÖ

Laternen werden gedimmt

Die niederösterreichischen Städte und Gemeinden haben deswegen bereits einen Maßnahmenkatalog erstellt, an dem sich die neuen Regeln der Regierung orientieren könnten. "Der Bund muss hier auch endlich was vorlegen, so wie es wir im Land bereits machen und so wie es ganz viele Gemeinden und Städte in ganz Österreich schon tun!", sagt Pernkopf.

So wurden auf den Straßen Niederösterreichs bereits 200.000 Straßenlaternen auf LED umgestellt. "Das bedeutet, dass beinahe jede zweite Laterne energiesparend leuchtet und auch dimmbar ist", erklärt Gemeindebundpräsident Johannes Pressl.

Kühlere Büros

Im Landhaus selbst hat man bereits die Beleuchtung am Klangturm abgeschaltet und die allgemeinen Lichter reduziert. Ebenso wurde bereits die komplette Außenbeleuchtung im Regierungsviertel im vergangenen Jahr auf LED umgestellt – darüber hinaus sind dort unter 1 Prozent der Räume im Sommer gekühlt.

Im weiteren Verlauf des Herbst und Winters wird man unter anderem die Reduktion der Liftanlagen, ein Rückfahren der Raumtemperaturen sowie die Planungen zur kompletten Umstellung der Büros auf LED-Technologie vorantreiben.

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