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Regisseur widmet "Österreich"-Film seiner großen Liebe

Ein Kunstwerk ohne Worte: "Über Österreich" kommt am 30. April ins Kino und zeigt das Land aus neuer Perspektive – eindrucksvoll und nachdenklich.
Heute Entertainment
30.04.2026, 06:00
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Am 30. April 2026 kommt "Über Österreich – eine höhere Sicht" in die heimischen Kinos – und verspricht ein außergewöhnliches Filmerlebnis. Regisseur Georg Riha erzählt darin die Geschichte Österreichs aus einer Perspektive, die selten so konsequent umgesetzt wurde: von oben.

Der Film verzichtet bewusst auf gesprochene Worte. Stattdessen entsteht ein nonverbales, poetisches Kinoerlebnis, das Raum für eigene Gedanken lässt. "Das Nonverbale im Film trägt eben noch mehr Emotion und Poesie und lässt Freiraum für eigene Interpretation", erklärt Riha im Heute-Interview. Mit spektakulären Luftaufnahmen wird nicht nur die Entwicklung Österreichs nachgezeichnet, sondern auch eine universelle Geschichte der Menschheit in diesem Land erzählt – von unberührter Natur über die Entstehung der Zivilisation bis hin zu Hybris und Größenwahn.

Dolby-Premiere für den Film

Die Idee für das Projekt entwickelte sich über Jahre. "Mich hat dieser Blick von oben immer fasziniert. Weit mehr als unsere normale Perspektive", sagt der Regisseur. Insgesamt wurden "544 Juwelen des Landes in 29 Sendungen für unsere TV-Serie abgeklappert", bevor schließlich der Entschluss fiel, daraus einen Kinofilm zu machen. "Ein Freund hat dann irgendwann gesagt, dass meine Bilder unbedingt auf die große Kinoleinwand müssen."

Visuell setzt der Film neue Maßstäbe: Als erste Produktion über Österreich erscheint er im Dolby-Cinema-Format. Das ermöglicht besonders präzise Bilddarstellungen mit starken Kontrasten sowie einen immersiven, allumfassenden Klang.

Dramatische Wende dient der Aufklärung

Inhaltlich bleibt Riha jedoch nicht bei der reinen Schönheit stehen. Während die erste Hälfte fast wie ein Werbefilm wirkt, kippt die Erzählung bewusst. "Die knappe erste Hälfte könnte man als schönen Image-Film für Österreich verkaufen. Leider hat das schöne Leben aber auch einen Preis und eine Geschichte. Es ist aber nicht immer nur alles so wie auf Ansichtskarten", so Riha. Spätestens mit der NS-Vergangenheit am Schauplatz Mauthausen und den Kräften der Natur, die sich gegen menschliche Eingriffe stemmen, zeigt der Film auch die Schattenseiten des Landes.

Diese dramaturgische Wendung verleiht dem Werk zusätzliche Tiefe und hält die Spannung bis zum Schluss. Die Balance zwischen Faszination und kritischer Reflexion gelingt dabei eindrucksvoll – Verherrlichung und Nachdenklichkeit liegen oft nahe beieinander.

Rihas Lieblingsplatzerl bleibt geheim

Riha selbst begegnet dem Land mit großem Respekt: "In mir lebt Respekt und Wertschätzung meiner Heimat gegenüber." Österreich beschreibt er als "vielfältig, gesegnet und überschaubar". Gerade die Größe sei auch ein Vorteil: "Ein Italien ist ein Traum und ein Frankreich prächtig, aber Österreich ist noch gut händelbar."

Riha widmet den Film seiner Frau Rosa Spitzauer, die 2025 verstarb.
2026 RIHA Film / Constantin Film Österreich

Persönlich ist das Projekt für ihn ebenfalls von großer Bedeutung. Den Film widmete er seiner Frau, "weil sie die Seele war", die ihn bei den aufwendigen Dreharbeiten unterstützte: "Bei allen Flugaufnahmen hat sie mich begleitet und ist im Helikopter vorne als Aufnahmeleiterin gesessen."

Ein Lieblingsort bleibt allerdings sein Geheimnis – nur so viel verrät er: "Ich werde mich hüten, mein Lieblingsplatzerl zu verraten, aber die Glockner-Region ist schon etwas ganz besonders Schönes." "Über Österreich – eine höhere Sicht" ist damit weit mehr als eine klassische Dokumentation: ein berührender, visuell beeindruckender Film, der bewusst Fragen offenlässt und sein Publikum zum Nachdenken einlädt.

Das Gewinnspiel ist aktiv bis 7. Mai 2026, 08:00 Uhr. Die Gewinner werden per Mail verständigt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen.

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