Nach der Anzeigeerstattung eines der Opfer Ende Juni 2020, wonach der 56-Jährige des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurde, nahmen Kriminalisten des Stadtpolizeikommandos Graz die Ermittlungen auf. Weitere Erhebungen erhärteten den Anfangsverdacht, heißt es von der Polizei, woraufhin Polizisten den 56-Jährigen Anfang Juli über Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben an seinem Wohnsitz festnahmen und ihn in die Justizanstalt Leoben einlieferten.
Bisherigen Ermittlungen zufolge steht der Mann im Verdacht, in den vergangenen Jahren und in zahlreichen Fällen diverse strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität begangen zu haben. Dabei soll er, unter anderem, sein Autoritätsverhältnis als Reitlehrer im Rahmen des Unterrichts gegenüber den unmündigen, minderjährigen und erwachsenen Opfern missbraucht und diese zu geschlechtlichen Handlungen genötigt haben.
Bislang wurden bereits mehr als ein Dutzend Opfer ermittelt, wobei die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Leoben hinsichtlich der Delikte und weiterer möglicher Geschädigter noch andauern. Der 56-Jähriger machte zu den bislang erhobenen Vorwürfen keine Angaben. Er befindet sich in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Leoben.