Oberösterreich

Rekord – Tirol und OÖ mit höchster Inzidenz in Europa

Die Corona-Zahlen in Oberösterreich schießen wieder in die Höhe. Zuletzt gab es täglich tausende neue Fälle, die Inzidenz ist am höchsten in Europa.

Peter Reidinger
Die Corona-Pandemie ist in Österreich noch nicht vorbei. Symbolbild
Die Corona-Pandemie ist in Österreich noch nicht vorbei. Symbolbild
Getty Images / iStock / VioletaStoimenova

Von Dienstag auf Mittwoch waren es alleine in Oberösterreich 3.760 neue Fälle, von Mittwoch auf Donnerstag erneut fast 2.700. Folge: Die Spitalsbelegung steigt täglich, schon 335 Patienten mit Corona sind auf der Normalstation, auf der Intensiv ist die Lage noch überschaubar, dort sind zehn Patienten. Aber auch hier steigen die Zahlen.

Fast 25.000 aktive Fälle wurden am Donnerstag in Oberösterreich gezählt. Die Inzidenz steigt, liegt im Schnitt in ganz OÖ bei 1.189,9. Innerhalb des Bundeslandes ist die Inzidenz in Schärding im Innviertel am höchsten. Dort beträgt sie 1.427.

Noch höher ist bundesweit die Inzidenz in Tirol, dort betrug sie am Donnerstag sogar 1.196,9. Kein Wunder: In ganz Österreich gehen die Zahlen stark nach oben.

Dramatisch ist die Situation aber, wenn man die Inzidenz-Werte aus Tirol und Oberösterreich in Relation zu anderen Ländern und Regionen in Europa setzt. Da zeigt sich nämlich, dass die beiden Bundesländer an der Spitze der Inzidenzwerte liegen.

Hinter Österreich lag am Donnerstag Liechtenstein mit einer Inzidenz von 781, Slowenien meldete 777, Frankreich 534, Griechenland 526. Laut offiziellen Statistiken betrug die Inzidenz in Bosnien nur 6,8, in Albanien 9,4, in Rumänien 35,7 und beispielsweise in Spanien (früher auch oft Corona-Hotspot) nur 40,3.

Warum so hohe Inzidenzen? Krisenstab hat mögliche Erklärung

Was könnte ein Grund dafür sein, dass die Zahlen in Österreich so stark über jenen im benachbarten Ausland (Bayern meldet derzeit z.B. eine 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 714,6) liegt?

Aus dem Krisenstab des Landes Oberösterreich heißt es dazu gegenüber "Heute", dass die hohe Inzidenz ein österreichweites Phänomen sei.

Ein möglicher Grund dafür sei, dass in Österreich einfach viel mehr getestet werde als in vielen Regionen des Auslands.

An der vergleichsweise niedrigen Impfquote liegt es laut Krisenstab nicht. Während im Österreich-Schnitt ja 77 Prozent zumindest eine Impfdosis erhalten haben, sind es in OÖ nur 71 Prozent.