Renault Captur Dynamique dCi90 - Testbericht

Der Renault Captur ist auf Basis des Clio entstanden und bringt frischen Wind ins Segment der kleinen Crossover-Fahrezuge, wie er auch in unserem Test zeigt.

 

Der 412,2 cm lange Captur teilt sich die Basis mit dem Clio, ist aber durch den höheren Aufbau und einen geringfügig größeren Radstand noch geräumiger im Innenraum.

Dabei ist das Design des Captur sehr eigenständig, und dem Crossover passt die neue Renault-Designsprache auffallend gut. Hinzu kommen sehr kräftige Fahrzeugfarben, wodurch der moderne Franzose den grauen Alltag etwas erhellt und sich wohltuend von der breiten Masse der Fahrzeuge abhebt.

Zu unserem Test haben wir den Captur mit dem sparsamen 90 PS-Dieselmotor und der Ausstattungslinie "Dynamique" gewählt.

Komplette Ausstattung beim Dynamique

Zum Preis von 21.200,- Euro bekommt der Kunde dann schon eine überaus komplette Serienausstattung geliefert.

Unter anderem sind dann schon ABS, ESP, sechs Airbags, das schlüssellose Zugangs- und Startsystem, ein Tempomat, eine Klimaautomatik,  die Zweifarbenlackierung, das Radio-Navigationssystem MEDIA NAV mit 7"-Touchscreen, elektrische Fensterheber, einen Regen- und Lichtsensor sowie 17"-Leichtmetallfelgen mit an Bord.

Als Extras hatte unser Testauto dann noch das City-Paket 2 inkl. Einparkhilfe hinten, Rückfahrkamera und elektrisch anklappbare Außenspiegel, beheizbare Vordersitze, das R-Link Navigationssystem inkl. Online-Zugang, das Design-Paket Schwarz, Aufkleber am Dach, das Themenpaket "Captur" im Innenraum, ein Notrad mit Wagenheber und die Arizona-Orange-Metallic-Lackierung mit einem Dach in Black-Pear.

Der Gesamtpreis liegt dann bei  23.832,28 Euro, was durchaus ein fairer ist, wenn man die überkomplette Ausstattung betrachtet.

Frisch gestalteter Innenraum

So farbenfroh sich der Captur von außen präsentiert, so farbenfroh geht es auch im Innenraum weiter.

Mit der Kombination aus farbenfrohen Sitzen, der orangen Umrandung von Mittelkonsole, Lautsprechern und Lüftungsdüsen sowie den Zierelementen in Chrom und Klavierlackoptik präsentiert sich der Captur sehr frisch und dynamisch.

Neben der guten Übersichtlichkeit ist auch die einfache Bedienung aller Funktionen ein Pluspunkt des Captur. Man findet sich selbst bei dem Touchscreen-Display auf Anhieb zurecht, und auch der neu gestaltete Armaturenträger  mit analogem Drehzahlmesser und Digitaltacho passt sehr gut zum frischen Look des Captur.

Der Captur bietet aber auch ein großzügiges Platzangebot, sogar in der zweiten Reihe finden noch größere Passagiere genug Platz.

Sehr vielseitig nutzbar zeigt sich auch das Gepäckabteil, das über eine herausnehmbare Zwischenebene verfügt. So kann man sich entweder über eine ebene Kofferraumfläche mit 377 Liter Fassungsvermögen oder über eine tiefere Ladekante und 455 Liter freuen. Wer die Rücksitze umklappt, erreicht bis zu 1.235 Liter Volumen. Im Innenraum sind dann noch viele Ablagen untergebracht, vor allem das große Fach am unteren Ende der Mittelkonsole, wo auch AUX- und USB-Anschluss zu Hause sind, ist sehr praktisch.

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Für jeden Einsatz bestens gerüstet sollte der Captur dann auch mit dem 1,5 Liter Dieselmotor des dCi90 sein.

Mit einer Leistung von 90 PS (66 kW) und einem maximalen Drehmoment von 220 Nm, welches schon bei 1.750 U/Min bereit steht, hat der Motor leichtes Spiel mit dem rund 1,25 Tonnen schweren Renault.

Im Fahrbetrieb lässt sich der Captur dann sehr spritzig bewegen, auch wenn die vom Werk angegebene Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 13,1 dies gar nicht vermuten lassen würde, hier ist der Captur in der Praxis sicher flotter zu bewegen.

Die Höchstgeschwindigkeit von 171 km/h sollte ebenfalls genügen, und der Captur erlaubt trotz hohem Aufbau eine sehr sportliche Gangart.

Serienmäßig mit manueller 5-Gang-Schaltung

Gut abgestuft ist das manuelle 5-Gang-Getriebe, bei dem es selbst bei Autobahntempo sehr leise im Innenraum bleibt, da das Drehzahlniveau im höchsten Gang noch nicht sehr hoch ist. Lediglich leichte Abroll- und Windgeräusche sind hier wahrnehmbar.

Zudem lässt sich der Captur gleichermaßen schaltfaul wie sparsam bewegen, eine Kombination, die sehr überrascht.

Die vom Werk angegebenen 3,7 Liter Durchschnittsverbrauch sind für Spritsparkünstler sicher erreichbar, wir haben bei sanfter Gangart 4,1 Liter erreicht und im normalen Betrieb, ohne Verzicht auf Fahrspaß, die 100 Kilometer mit 4,9 Liter absolviert - ein Wert der in Bezug auf Fahrspaß und Fahrzeuggröße sehr in Ordnung ist.

Der Captur ist in der Stadt sehr wendig

Gut geeignet ist der Captur auch für die Stadt, wo er mit seiner Übersichtlichkeit und Wendigkeit überzeugen kann.

Durch die erhöhte Sitzposition hat man im Captur auch immer einen perfekten Überblick über das Verkehrsgeschehen, und auch die Rundumsicht ist durch die großen Fensterflächen sehr in Ordnung.

Die Rückfahrkamera ermöglicht zudem ein millimetergenaues Einparken und liefert ein sehr gutes Bild auf das 7"-Touchscreen-Display in der Mittelkonsole.

Mit dem Captur hat Renault ein sehr feines Auto auf die Räder gestellt. Sein modernes Design und die überkomplette Ausstattung machen ihn zu einer interessanten Alternative im heiß umkämpften Segment der kleinen Crossover.

Wer zudem noch sehr sparsam unterwegs sein möchte, ist mit dem Diesel bestens bedient. Er ist kultiviert im Antritt, sorgt für genug Fahrspaß und bleibt dennoch sehr sparsam.

Testzeugnis:

 

Ausstattung Sicherheit: 1-

Ausstattung Komfort: 1

Verbrauch: 1

Fahrleistung: 1-

Fahrverhalten: 1-

Verarbeitung: 1-

Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1

Platzangebot Rückbank: 1

Kofferraum: 1-

Ablagen: 1

Übersichtlichkeit: 1-

 

Stefan Gruber,

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