Die SPÖ strauchelt gewaltig. Fast 15 Millionen Euro Schulden hat die Partei derzeit unter Chefin Pamela Rendi-Wagner. Einerseits übernommen von Vorgänger Christian Kern, andererseits fallen durch die Wahlniederlage 2,6 Millionen Euro an Förderungen weg. Jetzt soll es ein rigoroser Sparkurs richten.
Verhandlungen um Verträge
Am Dienstag wurde nach einer Betriebsversammlung bekannt, dass die Partei 27 von 102 Mitarbeitern in der Zentrale beim AMS zur Kündigung anmeldet. Pikant: Zumindest vorerst bleiben einige teure Beraterverträge bestehen. Auch der von Nedeljko Bilalic.
Der ehemalige Sprecher von Werner Faymann soll pro Monat mehr als 20.000 Euro kassieren. Laut Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch wird derzeit aber über ein vorzeitiges Ende des Vertrags verhandelt. Auch der Vertrag mit der steirischen Agentur Leykam dürfte aufgelöst werden. Die Partei wolle bis Ende 2025 schuldenfrei sein.
Weihnachtsfeier abgesagt
Außerdem müsse laut einem Bericht des "Kurier" zwar die Partei sparen, nicht aber der Parlamentsklub. "Im Klub werden die Mitarbeiter zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, in der Bundespartei wird die Feier abgesagt und man bekommt die Kündigung", zitiert die Zeitung einen Angestellten.
Zeitgleich trat die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin Andrea Brunner von ihrem Posten zurück. "Ich habe mich immer als Mittlerin zwischen der Bundesgeschäftsführung und den MitarbeiterInnen gesehen und das ist angesichts der aktuellen Situation nicht mehr möglich", schreibt sie in einem Facebook-Posting. Das sei auch eine Einsparung: "Ich verzichte damit auf diesen mit dieser Funktion verbundenen Teil meines Gehalts."
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