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"Rendi-Wagner ist wie ein linker Donald Trump" 

Das Rennen um den SPÖ-Chefsessel ist in vollem Gange. "Heute" wollte von den Wienern wissen, welcher Kandidat heißer Favorit ist.
Julia Sperlich
12.04.2023, 11:35
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Seit fast einem Monat streitet die SPÖ intern, wer den Partei-Vorsitz übernehmen soll. Die Wahlkommission hat nun festgelegt, wie die Mitgliederbefragung ablaufen wird und welche Kandidaten im Rennen um den Vorsitz antreten. Fix mit dabei sind Pamela Rendi-Wagner, Hans Peter Doskozil und Andreas Babler. Was die Wiener aktuell über die SPÖ denken, haben sie im "Heute" -Talk berichtet. Insbesondere Markus rechnet mit der roten Partei ab. 

Politik ist reines "Kasperltheater" 

Der 36-Jährige ist sehr verärgert über die Sozialdemokratische Partei. Er ist eigentlich selbst SPÖ-Wähler, findet aber weder für Pamela-Rendi Wagner noch für Hans Peter Doskozil positive Worte. "Pamela-Rendi Wagner ist für mich wie ein linker Donald Trump. Sie hat von Anfang an versucht, mit angriffigem Verhalten Punkte zu gewinnen", so der Wiener. Markus fühle sich als Wähler von der Partei im Stich gelassen, laut ihm werde man wie Ware behandelt. "Es geht nur mehr um den Machterhalt und nicht um die Wähler", ärgert sich der 36-Jährige.

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Zum derzeitigen Showdown um den Partei-Vorsitz findet der Wiener nur mehr folgende Worte: "Auf einmal kommen Gestalten daher, die keiner kennt. Alle wollen plötzlich ein Stück vom Kuchen, das ist wirklich ein Kasperltheater".

"Politiker haben Charisma einer Mozartkugel"

Eine ähnliche Ansicht hat auch der 58-jährige Christian. "Ich könnte mir nicht mehr vorstellen die SPÖ zu wählen, die Zeiten sind schon lange vorbei und das sage ich als ehemaliges SPÖ-Mitglied", so Christian. Der Wiener Markus holt noch weiter aus und meint: "Es ist leider schwierig, wenn man generell in der Politlandschaft lauter Charaktere hat, die das Charisma einer Mozartkugel haben". Er wünscht sich weniger falsche Versprechen und wieder mehr durchdachte Konzepte für die Wähler.

Alles kann so bleiben, wie es ist 

Etwas gelassener sieht die Situation der 88-jährige Eduard. Ihm ist die ganze Debatte "wurscht". Die Streitigkeiten wäre er schon lange gewohnt "das ist schon immer so gewesen in der Politik". Laut dem 88-Jährigen könne alles so bleiben, wie es derzeit ist mit Pamela-Rendi Wagner an der Spitze. 

Von 24. April bis 10. Mai können die SPÖ-Mitglieder abstimmen, wer die Führung in der Partei übernehmen soll. Offiziell gewählt wird der oder die künftige SPÖ-Vorsitzende dann am 3. Juni, auf dem Bundesparteitag.