Rendi-Wagner will Arbeitslose "roten Teppich ausrollen"

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner im "roten Foyer" am 21. Jänner 2021
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner im "roten Foyer" am 21. Jänner 2021SPÖ/Facebook
Wie kriegt man die Rekord-Arbeitslosigkeit in den Griff? SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hat offenbar einige Lösungen auf Lager.

Aktuell gibt es in Österreich 533.000 Arbeitslose, 171.000 davon sind bereits seit mehr als einem Jahr auf der Suche. Aber es gibt nur 50.000 offene Stellen, auch der Wintertourismus wird wohl komplett ausfallen. Experten rechnen, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt erst 2024 wieder normalisieren wird.

Mögliche Lösungen präsentierte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagnerim "roten Foyer" am Donnerstag gemeinsam mit SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch und SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter. Bei bestimmten Gruppen sei es besonders wichtig, diesen "den roten Teppich" auszurollen.

80.000 fehlen in der Pflege

Laut Prognosen werden in den nächsten zehn Jahren rund 80.000 Pflegekräfte fehlen. "Deshalb ist es nur logisch, den Pflege- und Gesundheitsbereich als Zukunftssektor für lokale Beschäftigung zu verstehen und hier zu investieren", so Rendi-Wagner. "Wir müssen allen Arbeitslosen, die Interesse am Pflegeberuf haben, den roten Teppich ausrollen." Hinter dieser Priorisierung steht grundsätzlich auch der neue Arbeitsminister Martin Kocher.

Durch den Grundsatz "Ausbilden, ausbilden, ausbilden" sollen Arbeitslose im großen Stil umgeschult werden. Damit könne eine Win-win-Situation erreicht werden, in der man den Pflegenotstand und die Rekordarbeitslosigkeit gleichzeitig bekämpfen könne.

Kostenlose Ausbildung

"Die Ausbildung zur Pflegekraft muss gratis sein und es braucht auch eine finanzielle Existenzsicherung während der Ausbildung", so die SPÖ-Chefin weiter. Anstatt dem AMS mehr Geld zu geben brauche es gerichtete Umschulungsprogramme.

SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch will den Arbeitssuchenden mehr "Unterstützung und Hoffnung" geben. Man müsse sich "aus der Krise herausfinanzieren und in die Klimaschutzoffensive hineinfinanzieren." Mit den drei Milliarden Euro, die Österreich aus dem EU-Wiederaufbaufonds zur Verfügung stehen, sei das leistbar.

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