Das nächste große Insolvenzverfahren: Für die PAV Präzisionstechnik Austria GmbH ist am Mittwoch ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das Unternehmen ist in der Produktion von Maschinenbauteilen tätig. Kunden sind zum Beispiel VM, BMW oder Porsche.
Von Mitarbeitern wird sie auf der Bewertungsseite Kununu in höchsten Tönen gelobt: "Wir sind ein sehr kleines Team, jeder kennt jeden ganz genau. Auf Privates wird stark Rücksicht genommen", steht da etwa. Oder: "Jeder hat die Chance vorwärts zu kommen, keine Vetternwirtschaft."
Warum die Firma in die Insolvenz gerutscht ist, steht laut Alpenländischem Kreditorenverband derzeit noch nicht fest. Die Ursachen müssen im weiteren Verfahren erst geprüft werden. Die Schulden belaufen sich auf etwa zwei Millionen Euro.
Nach den derzeit vorliegenden Unterlagen sind acht Mitarbeiter sowie drei Gläubiger betroffen. Wie hoch die offenen Forderungen insgesamt ausfallen, ist aktuell noch nicht bekannt und muss erst ermittelt werden.
Die Zukunft des Unternehmens ist aktuell offen. Kommt kein entsprechender Antrag, muss der Insolvenzverwalter vorhandenes Vermögen bestmöglich verwerten. Ein verbleibendes Guthaben würde anschließend als Quote an die Gläubiger ausgeschüttet. Ob dafür überhaupt ausreichend Geld vorhanden sein wird, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen.
Für betroffene Gläubiger ist vor allem ein Termin wichtig: Forderungen können bis zum 22. Oktober 2026 angemeldet werden. Die Prüfungstagsatzung findet am 5. November 2026 statt.