Ist das der erste Schritt auf dem Weg zur Herrschaft der Maschinen? Immer mehr Menschen setzen zur Unterstützung im Alltag auf KI-Assistenten wie "OpenClaw" des Österreichers Peter Steinberger, der gerade weltweit für Schlagzeilen sorgt.
Die App funktioniert "wie ein Geist, der vor deinem Computer sitzt, die Tastatur und die Maus bedienen kann", erklärt Steinberger seine Erfindung in einem Exklusiv-Interview mit der "Zeit im Bild". Der Bot kann etwa Termine organisieren oder Reisen planen.
Aber wenn es darum geht, Einkäufe zu erledigen oder ein Paket abzuholen, stößt er an seine Grenzen. Da kommt nun rentahuman.ai („Miete einen Menschen“) ins Spiel. Für einen Stundenlohn von meist 20 bis 70 Dollar bieten dort 130.000 User ihre Arbeitskraft an. Bezahlt wird pro Aufgabe, oft anonym, und in Kryptowährungen.
Ob die menschlichen Auftraggeber stets den Überblick behalten, was ihre KI gerade so im Internet treibt, wird dabei zunehmend schwieriger. Datenschützer warnen bereits: Die Technologie sei noch nicht ausgereift und die volle Zugriffsberechtigung für PC und Smartphone bringt enorme Risiken mit sich.
Der Gründer der Plattform, der sich im Internet schlicht "Alex" nennt, ist vom Erfolg seines Projekts selbst überrascht. Er startete die Webseite am 1. Februar und schon nach wenigen Tagen hatte er 40.000 registrierte Menschen – darunter ein OnlyFans-Model und der CEO eines KI-Startups, wie er amüsiert anmerkte – und ein paar Dutzend registrierte KI-Bots.
Übrig bleibt die Frage: Wer ersetzt hier eigentlich wen - die KI den Menschen oder der Mensch die KI?