15 Prozent mehr Einsätze

Rettung warnt: "Auch Fitte sind vor Hitze nicht sicher"

Die Berufsrettung Wien verzeichnet derzeit mehr Einsätze als sonst. Brisant: Auch junge und grundsätzlich gesunde Personen sind betroffen.
Wien Heute
28.06.2026, 16:59
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Wien steht unter Hitzedruck: Am Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle klettern die Temperaturen in der Hauptstadt am Sonntag auf knapp 40 Grad. Für die Einsatzkräfte der Berufsrettung Wien bedeutet das Ausnahmezustand.

"Wir verzeichnen rund 15 Prozent mehr Einsätze. Das betrifft nicht nur klassische Risikogruppen, sondern zunehmend auch jüngere, eigentlich fitte Menschen", erklärt ein Sprecher der Berufsrettung Wien gegenüber "Heute".

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Hitze trifft jetzt alle

Besonders alarmierend: Die Hitze macht offenbar keinen Unterschied mehr zwischen vulnerablen Gruppen und sportlichen, gesunden Personen.

"Auch junge und topfitte Menschen sind nicht vor der Hitze gefeit, wenn sie sich nicht entsprechend verhalten", so der Sprecher weiter. Die Einsatzkräfte sehen vermehrt Kreislaufprobleme, Dehydrierung und Erschöpfungszustände – oft ausgelöst durch zu wenig Flüssigkeit oder zu viel Aktivität in der Mittagshitze.

Mehr fitte Patienten

Immer häufiger müssen sie nämlich eigentlich gesunde Menschen versorgen, die die Hitze unterschätzen. "Wir haben derzeit tatsächlich mehr fitte Patienten zu versorgen als sonst üblich – das ist eine neue Dynamik, die man bei solchen Hitzewellen ernst nehmen muss", heißt es.

Appell: Leben wie im Süden

Die Berufsrettung richtet einen klaren Appell an die Wiener Bevölkerung: Der Tagesablauf müsse sich an die Extremtemperaturen anpassen. "Freizeit sollte man so gestalten wie in Südeuropa – bei großer Hitze keine körperliche Anstrengung, keinen Sport in der prallen Sonne und auch Alkohol vermeiden", heißt es deutlich.

Stattdessen empfehlen die Einsatzkräfte frühe Morgen- oder späte Abendstunden für Aktivitäten, ausreichend Wasser und kühle Rückzugsorte während des Tages.

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