Tipps für Abkühlung

Hitze-Alarm bei 40 Grad – so bleibst du in Wien "cool"

Wien steht vor den bislang heißesten Tagen des Jahres. Von Coolen Zonen über Bäder bis hin zu Kirchen gibt es aber viele kühle Plätze.
Hannah  Maier
25.06.2026, 11:06
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Wien steht vor den bislang heißesten Tagen des Jahres. Am Wochenende könnten die Temperaturen auf bis zu 40 Grad klettern – neue Rekorde sind möglich. Experten warnen vor der Belastung für den Körper und raten dazu, ausreichend zu trinken, Wohnräume kühl zu halten und körperliche Anstrengungen zu vermeiden.

Die Stadt hat deshalb ihr Angebot zum Hitzeschutz ausgebaut. Mehr als 1.800 öffentliche Trinkbrunnen, über 1.000 Parks und Grünflächen, Nebelduschen, Wasserspielplätze und insgesamt 34 sogenannte "Coole Zonen" sollen den Wienerinnen und Wienern Abkühlung verschaffen.

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34 coole Zonen in 20 Bezirken

Besonders gefragt sind die sogenannten "Coolen Zonen". Dabei handelt es sich um frei zugängliche, betreute Räume, in denen sich Menschen ohne Konsumzwang aufhalten und abkühlen können. Aus zwei Pilotprojekten im Jahr 2023 ist mittlerweile ein stadtweites Angebot geworden.

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Bezirksvorsteherin Silvia Nossek zu Besuch in der Coolen Zone im Amtshaus Währing.
Stadt Wien / Bubu Dujmic

Alle "coolen" Standorte:

  • 2., KWP Klub, Böcklinstraße 43
  • 2., Wiener Hilfswerk, Vorgartenstraße 145-157
  • 3., KWP Klub, All in Village 3, Ljuba-Welitsch-Promenade 12A/B
  • 4., KWP Klub, Weyringergasse 15-17
  • 4., Wiener Familienbund, Favoritenstraße 38
  • 5. , KWP-Klub, Reinprechtsdorfer Straße 1
  • 6., KWP Klub, Gumpendorferstraße 117
  • 7., KWP Klub, Neubaugürtel 6A
  • 7., Wiener Hilfswerk, Schottenfeldgasse 29
  • 8., KWP Klub, Alser Straße 71
  • 9., Wiener Hilfswerk, Stadtbahnbogen 132
  • 10., KWP Klub, Herzgasse 15-19
  • 10., Büchereien Wien, Landgutgasse 28
  • 12., KWP Klub, Meidlinger Hauptstraße 4
  • 12., Büchereien Wien, Meidlinger Hauptstraße 73
  • 12., ASB, Sozialmarkt Böckhgasse 2/4
  • 13., Büchereien Wien, Preyergasse 1-7
  • 14., KWP Klub, Käthe-Dorsch-Gasse 17/1
  • 15., KWP Klub, Nobilegasse 33-35
  • 15., Wiener Hilfswerk, Sechshauser Straße 76
  • 16., KWP Klub, Hofferplatz 3
  • 17., KWP Klub, Kalvarienberggasse 29
  • 17., Büchereien Wien, Hormayrgasse 2
  • 18., Amtshaus Währing, Martinstraße 100
  • 20., KWP Klub, Greiseneckergasse 5
  • 20., Amtshaus Brigittenau, Brigittaplatz 10
  • 21., KWP Klub, Jedlerdorferstraße 99
  • 21., Büchereien Wien, Kürschnergasse 9
  • 22., KWP Klub, All in Essling, Telephonweg 1
  • 22., KWP Klub, Biberhaufenweg 78
  • 22., KWP Klub, Melangasse 1
  • 22., Büchereien Wien, Barbara-Prammer-Allee 11
  • 23., KWP Klub, Breitenfurter Straße 452
  • 23., KWP Klub, Kinskygasse 16-30

Die frei zugänglichen Innenräume können ohne Konsumzwang genutzt werden und wurden heuer wegen des ungewöhnlich heißen Juni früher geöffnet als geplant.

Gratis Trinkwasser in der Stadt

Wien setzt deshalb auf ein beeindruckendes Netz öffentlicher Wasserversorgung. Mittlerweile stehen in der Stadt rund 1.800 Trinkbrunnen zur Verfügung – laut Stadt sogar mehr als in ganz Deutschland.

Allein seit 2021 wurden über 700 neue Standorte geschaffen. Im vergangenen Jahr kamen weitere 200 hinzu. Die Brunnen versorgen die Bevölkerung kostenlos mit frischem Hochquellwasser.

Wasser und Nebel kühlen Straßen

Neben den Trinkbrunnen sorgen auch zahlreiche weitere Einrichtungen für Abkühlung: 123 Nebelduschen und Nebelstelen, 100 Sommerspritzer, 75 mobile Sprühbrunnen („Brunnhilde“), 12 Wasserspielplätze, 132 Spielplätze mit Wasserspielen.

Sprühnebel sorgt an heißen Tagen für Abkühlung in der Stadt.
Helmut Graf

Familienbäder öffnen früher

Aufgrund der aktuellen Hitzewelle öffnen die Familienbäder bereits früher als geplant ihre Tore. Ab 27. Juni bis zum Beginn der Sommerferien am 3. Juli können Besucherinnen und Besucher die kostenlosen Familienbäder bereits ab 10 Uhr nutzen.

Familienbäder – Alle Standorte:

Familienbad Augarten: 2., Augarten, Eingang Karl-Meißl-Straße

Familienbad Einsiedlerplatz: 5., Einsiedlerplatz 18

Familienbad Gudrunstraße: 10., Gudrunstraße, Ecke Absberggasse

Familienbad Herderplatz: 11., Herderplatz/Herderpark

Familienbad Hofferplatz: 16., Hofferplatz

Familienbad Hugo-Wolf-Park: 19., Hugo-Wolf-Park

Familienbad Reinlgasse: 14., Reinlgasse/Ecke Märzstraße

Familienbad Schweizergarten: 3., Schweizergarten/Eingang Kleistgasse

Familienbad Stammersdorf: 21., Stammersdorf, Luckenschwemmgasse/Ecke Josef-Flandorfer-Straße

Familienbad Strebersdorf: 21., Strebersdorf/Roda-Roda-Gasse

Familienbad Währinger Park: 18., Währinger Park/Eingang Semperstraße

Gratis-Badespots an der Donau

Außerdem gibt es in Wien 38 geöffnete Bäderstandorte und 60 Kilometer frei zugängliche Badestrände. Von der Donauinsel bis zur Alten Donau locken zahlreiche frei zugängliche Badeplätze mit Liegewiesen, Sandstränden und Stegen.

Badeorte an der Neuen Donau:

  • Pier 22: Das rund 13.000 Quadratmeter große Areal bietet Badeplattformen, Liegewiesen, Sportmöglichkeiten und direkten U-Bahn-Anschluss.
  • CopaBeach: Sandflächen und Strandfeeling direkt an der Neuen Donau machen den Bereich zu einem beliebten Treffpunkt für Sonnenhungrige.
  • Arena Beach: Familien schätzen den flachen Wasserzugang und den großzügigen Sandstrand in der Kaisermühlenbucht.
  • Piratbucht: Rund 200 Meter Sandstrand sowie schattige Plätze unter Bäumen sorgen für entspanntes Badevergnügen.
  • Familienbadestrand: Kleine Inseln brechen die Wellen und schaffen einen besonders kinderfreundlichen Zugang zum Wasser.
An der Alten und Neuen Donau gibt es zahlreiche Badeplätze.
Denise Auer

Auch an der Alten Donau gibt es zahlreiche frei zugängliche Plätze mit Liegewiesen und Badestegen. Zu den bekanntesten zählt das Arbeiter*innenstrand mit seiner großen Grünfläche und naturnahen Wasserzugängen. Ebenfalls beliebt sind die Strombucht am Dampfschiffhaufen sowie die neuen Stege und Schwimmplattformen an der Oberen Alten Donau. Im Bank Austria Park lässt sich der Badeausflug sogar mit einem Spaziergang zwischen Kunstwerken verbinden.

Andere kühle Orte

Auch abseits der städtischen Angebote finden sich zahlreiche kühle Rückzugsorte. Dazu zählen etwa Kirchen. Viele dieser Gotteshäuser in Wien stehen tagsüber offen und bieten Gelegenheiten für eine kurze Abkühlung. Auch Museen können an Hitzetagen eine Alternative sein.

Hitzewarndienst informiert Bevölkerung

Um gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen, informiert die Wiener Landessanitätsdirektion gemeinsam mit der GeoSphere Austria über bevorstehende Hitzewellen. Zusätzlich liefert die Stadt-Wien-App aktuelle Warnungen und Wetterinformationen direkt aufs Smartphone.

Parks und schattige Plätze

Auch Grünflächen spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Hitze. Wien verfügt über mehr als 1.000 Parks und rund 500.000 Stadtbäume. Jährlich werden bis zu 4.500 neue Bäume gepflanzt.

"Raus aus dem Asphalt" läuft weiter

Die Begrünungs- und Entsiegelungsoffensive der Stadt geht auch 2026 weiter. Zahlreiche Projekte befinden sich derzeit in Umsetzung – darunter die Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße, der äußeren Mariahilfer Straße, des Volkertplatzes oder der Simmeringer Hauptstraße.

Besonderes Augenmerk liegt zudem auf klimafitten Bahnhofsvorplätzen. Nach dem Praterstern und dem Franz-Josefs-Bahnhof werden weitere Standorte umfassend begrünt und mit Wasserelementen ausgestattet. "Mit unserer Raus aus dem Asphalt-Offensive haben wir in den letzten Jahren bereits mehr als 340 Projekte in ganz Wien umgesetzt. Dabei wurden allein im Straßenraum und auf Plätzen rund 3.300 Bäume gepflanzt und zigtausende Quadratmeter entsiegelt", so Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

{title && {title} } HTM, {title && {title} } 25.06.2026, 11:06
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