Ab Juli

Eiswürfel in App zeigt jetzt klimatisierte Öffis an

Wer beim Öffi-Fahren nicht schwitzen will, bekommt Hilfe von der WienMobil-App. Ab Juli markiert ein Eiswürfel-Symbol klimatisierte Fahrzeuge.
Wien Heute
24.06.2026, 13:46
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Wer im Sommer mit den Wiener Linien unterwegs ist, kann künftig gezielt nach gekühlten Fahrzeugen suchen. Ab Anfang Juli 2026 zeigt die WienMobil-App mit einem Eiswürfel-Symbol an (= eine blaue Umrandung), welche U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse klimatisiert sind.

Die Information erscheint direkt bei den Abfahrtszeiten und soll vor allem an Hitzetagen bei der Planung helfen. "Das war ein großer Wunsch unserer Fahrgäste, dem wir nun nachgekommen sind", erklärte die technische Geschäftsführerin der Wiener Linien, Gudrun Senk, im Rahmen eines Pressegespräches.

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Die technische Geschäftsführerin der Wiener Linien, Gudrunk Senk, neben dem Dach einer (klimatisierten) U6.
Denise Auer

Vier von fünf Öffis sind klimatisiert

Insgesamt verfügen bereits rund 80 Prozent der Wiener Öffis über eine Klimaanlage. Die Busse und die U6 sind bereits zu 100 Prozent klimatisiert. Werden alle U-Bahn-Linien als Grundlage herangezogen, sind von 163 U-Bahn-Zügen schon 114 im Sommer gekühlt unterwegs – also knapp 70 Prozent. Bei den gekühlten Zügen handelt sich um barrierefreie, die mit einem Unterstrich auf der Anzeigetafel aufscheinen.

Weniger gut fällt die Bilanz bei den Bim-Linien aus: Hier sind nur knapp 60 Prozent (306 Straßenbahn-Züge von insgesamt 507) klimatisiert. Noch vor zehn Jahren waren allerdings nur 40 Prozent aller U-Bahnen und Bim-Linien mit einer Klimaanlage ausgestattet.

Keine fixe Abkühlungs-Temperatur

Seit 25 Jahren schaffen die Wiener Linien nur noch Fahrzeuge mit einer Klimaanlage an. Wann genau die Flotte zu 100 Prozent klimatisiert unterwegs, konnte Senk nicht beantworten: "Das ist abhängig von der Schnelligkeit der Erneuerung der Fahrzeugflotte und der budgetären Situation."

Die Klimaanlagen in den Fahrzeugen sind sogenannte HKL-Anlagen (Heizungs-Klimatisierungs- und Lüftungs-Anlagen). Sie können heizen, kühlen oder lüften – je nach Temperatur. Das Ziel ist nicht, den Innenraum auf eine fixe Temperatur zu bringen.

Gekühlt wird ab 25 Grad

Innen und außen am Fahrzeug messen Sensoren laufend die Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Daten werden an ein Steuergerät übermittelt, das berechnet, wie stark geheizt, gekühlt oder gelüftet werden soll. Die Anlagen versuchen dabei, die Innentemperatur zu senken und die Luft zu entfeuchten.

Gekühlt wird, wenn die Außentemperatur über 25 Grad beträgt. Aber, egal, wie heiß es ist: Im Fahrzeug-Inneren wird nur um fünf Grad heruntergekühlt. Gerhard Siegl, Referatsleiter Fahrzeugbeschaffung und technische Betreuung bei den Wiener Linien, verweist auf die besonderen Bedingungen im Öffi-Betrieb.

So sieht eine Klimaanlage am Dach einer U6-Garnitur aus.
Denise Auer

Ausfallquote der Klima-Anlagen nicht bekannt

An jeder Station öffnen sich die Türen, warme Luft strömt ein, zusätzlich geben hunderte Fahrgäste Wärme ab. Die Fahrzeuge verkehren außerdem abwechselnd oberirdisch und in Tunneln. Zusätzlich wäre eine zu starke Abkühlung bzw. die starken Temperaturwechsel eine große Belastung für den Kreislauf.

Wie hoch die Ausfallquote der Klimaanlagen ist, wurde nicht bekannt gegeben: "Es passiert manchmal, aber es ist kein sehr häufiger Effekt", erklärt Gudrun Senk. Die HKL-Anlagen sind das ganze Jahr über eingeschaltet, der Fahrer oder die Fahrerin hat keinen Einfluss darauf, betonte auch Techniker Robert Gradwohl.

Fahrer bekommt Ausfall nicht mit

Da die Klimaanlagen in der Fahrer-Kabine und im Fahrgastraum getrennte Systems sind, bekommen die Fahrer auch nicht mit, wenn diese im Fahrgastraum ausfällt. Passagiere sollten sich daher in einem solchen Fall die Wagennummer notieren und den Kundendienst der Wiener Linien kontaktieren. Auch die Fenster müssten immer geschlossen bleiben, da die Klimaanlage sonst nicht funktioniert.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 24.06.2026, 16:38, 24.06.2026, 13:46
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