Wer glaubt, Beton könne nicht schwimmen, wurde in Brandenburg an der Havel eines Besseren belehrt. Das Vienna Canucrete Team der Hochschule Campus Wien sorgte bei der Deutschen Betonkanuregatta für einen echten Hingucker – und für den Sieg.
Bei ihrer ersten Teilnahme gewann die Wiener Mannschaft gleich die "Offene Klasse". Das Erfolgsprojekt: eine schwimmende Nachbildung des Wiener Riesenrads aus Beton. Das spektakuläre Gefährt brachte insgesamt rund 480 Kilogramm auf die Waage und wurde mithilfe moderner 3D-Betondrucktechnik gefertigt.
Das Herzstück war ein 2,45 Meter großes Riesenrad aus Beton mit einem Gewicht von rund 130 Kilogramm. Die Konstruktion musste direkt im Wasser zusammengebaut werden.
"Die größte Herausforderung war das gleichmäßige Spannen der Speichen. Dabei musste verhindert werden, dass der Beton unter den Zugkräften an kritischen Stellen reißt oder abplatzt", erklärt das Vienna Canucrete Team.
Auch mit ihrem Rennkanu "LitzenFlitzer" sorgten die Wiener für Aufsehen. Dort kam erstmals eine spezielle Vorspanntechnik mit Basaltlitzen zum Einsatz, die sonst vor allem bei großen Brücken verwendet wird.
Rektor Heimo Sandtner zeigte sich begeistert: "Dass eine Idee, die vor zehn Jahren entstanden ist, heute mit einem so engagierten und kompetenten Team zum Sieg bei der Deutschen Betonkanuregatta führt, erfüllt mich mit großer Freude. Der erste Platz in der Offenen Klasse zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Kreativität, technische Exzellenz und Teamgeist zusammenkommen."