Wenn von 3. bis 5. Juli Hunderttausende Besucher auf die Donauinsel strömen, wird auch das Sicherheitsaufgebot hochgefahren. Die Polizei setzt auf ein umfassendes Konzept mit Kameras, Drohnen, Zutrittskontrollen und Hunderten Beamten.
"Wo hunderttausende Menschen zusammenkommen, entstehen besondere Momente. Und unsere Aufgabe als Polizei ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, dass diese Momente unbeschwert, sicher und friedlich erlebt werden können", betont Polizei-Einsatzkommandant Oberst Michael Holzgruber.
Besucher müssen damit rechnen, bereits beim Zutritt kontrolliert zu werden. Verboten sind unter anderem Waffen, Messer, Pyrotechnik, Drohnen und sogar Regenschirme. Erlaubt sind nur Taschen bis A3-Größe sowie alkoholfreie Getränke bis 0,5 Liter. Die Mitnahme von Bier und anderen alkoholischen Getränken ist verboten.
Am Gelände ebenso untersagt sind Gefährte wie E-Scooter, Räder und Co. Hunde sind nur erlaubt, wenn es sich um Blinden- oder Begleithunde handelt.
Neu sind heuer blaue Blinklichter auf den Schultern der Polizisten. Diese sollen die Beamten bei Dunkelheit und im Gedränge besser sichtbar machen. Auch für die Drohnenpiloten dienen die Lampen auf den Beamten-Schultern als Orientierungshilfe. Das System wurde bereits beim Eurovision Song Contest getestet.
Apropos Drohnen: Mehr als 40 Kameras sowie drei Drohnenteams überwachen das Gelände. Die Bilder laufen in einer Sicherheitszentrale zusammen. "Wir können jeden Winkel heranzoomen", erklärt Holzgruber bei einem Pressetermin am Dienstag gegenüber "Heute".
Zusätzlich werden Zivilpolizisten, Cobra-Beamte, Polizeiboote und spezielle Drohnenteams eingesetzt. Schwerpunkte sind die Zutrittskontrollen, die Lenkung der Besucherströme und die Verhinderung von Belästigungen.
"Das Donauinselfest ist eine friedliche Veranstaltung, aber wir bereiten uns auf alle denkbaren Szenarien vor", sagt Holzgruber. "Es gibt keine Hinweise auf eine Gefährdung. Aber Sie wissen, die allgemeine Risikolage in Österreich ist derzeit hoch, das betrifft insbesondere auch islamistischen Terrorismus und Extremismus."
Neben der Polizei stehen auch Awareness-Teams – erkennbar an magentafarbenen Kappen, vier Safe Zones und Mitarbeiter mit "Rettungsanker"-Stickern bereit. Hilfe soll auf der Insel nur wenige Schritte entfernt sein, wie Julia Healy, Co-Geschäftsführerin Pro Event Team für Wien und Projektleiterin des Donauinselfestes betont.
"Seit über vier Jahrzehnten zeigt das Donauinselfest, dass Großveranstaltungen friedlich und inklusiv sein können. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines gemeinsamen Engagements – von unserem Team, den Behörden und jedem einzelnen Gast."
Da in der Nähe des Geländes keine Parkplätze verfügbar sind, wird von der Anreise mit dem Auto abgeraten. Besser geht's mit den Öffis: Von den Stationen Handelskai (U6), Neue Donau (U6) und Donauinsel (U1) sind es nur wenige Minuten. Die Wiener Linien verkürzen abends die U-Bahn-Intervalle auf drei Minuten. Auch die Taktungen der Straßenbahnlinien 25, 26, 31 und sowie der Buslinien 11A und 29A werden verdichtet. Da in der Nähe des Geländes keine Parkplätze verfügbar sind, wird von der Anreise mit dem Auto abgeraten.
Wer mit dem Fahrrad oder E-Scooter kommt, kann diese bei fünf kostenlosen, bewachten ARBÖ-Fahrradgaragen sicher abstellen (Floridsdorfer Brücke, Schnellbahnbrücke 2×, Brigittenauer Brücke, Reichsbrücke; täglich 14.00–00.30 Uhr). Zusätzlich stehen temporäre WienMobil-Rad-Stationen bei der Floridsdorfer Brücke, beim Handelskai und bei der Reichsbrücke bereit.