Herumliegende E-Scooter auf Gehsteigen sorgten in Wien lange für Ärger bei Fußgängern. Mit strengeren Regeln wollte die Stadt dem Chaos ein Ende setzen. Nun zieht sie eine positive Bilanz.
Seit Sommer 2023 gelten für Leih-Scooter deutlich strengere Vorgaben. Das Abstellen auf Gehsteigen ist verboten, stattdessen wurden eigene Scooter-Parkplätze geschaffen. Dazu kommen Sperrzonen, Langsam-Fahr-Zonen, eine Kennzeichenpflicht sowie eine Begrenzung der Anbieter – "Heute" berichtete.
Die Maßnahmen zeigen laut Stadt Wirkung. Gab es vor drei Jahren noch rund 5.800 Beanstandungen und tausende Strafen für Betreiber, sank die Zahl zuletzt deutlich. Aktuell werden monatlich rund 120 Verstöße registriert, im Mai waren es sogar nur mehr 96.
„Niemand will herumliegende Scooter, die zudem auch gefährliche Stolperfallen sind“Ulli SimaMobilitätsstadträtin
"Mein Ziel war es, das völlig inakzeptable Scooter-Chaos in unserer Stadt zu beenden. Niemand will herumliegende Scooter, die zudem auch gefährliche Stolperfallen sind. Unsere vielen und strengen Maßnahmen wirken, danke an alle Beteiligten – von der Parkraumüberwachung über die Gruppe Sofortmaßnahmen bis zur Abschleppgruppe der MA 48 und der Mobilitätsagentur sowie der MA 65, die alle so engagiert mitgeholfen haben. Wir werden dranbleiben", sagt Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).
Weil sich das neue System aus Sicht der Stadt bewährt hat, wird die Zusammenarbeit mit den beiden bestehenden E-Scooter-Anbietern verlängert. Die Stadt zieht dafür die Verlängerungsoption der ursprünglichen Ausschreibung um ein weiteres Jahr.