Während Flugzeuge am Boden stehen, laufen oft noch Triebwerke oder dieselbetriebene Stromaggregate. Das verursacht Lärm und Emissionen. Nun soll damit schrittweise Schluss sein.
Der Klima- und Energiefonds stellt bis zu drei Millionen Euro für die nachhaltige Bodenstromversorgung an österreichischen Flughäfen bereit. Gefördert werden unter anderem stationäre Stromanlagen sowie emissionsfreie Systeme für die Energieversorgung von Flugzeugen während der Standzeiten.
„Flughäfen sind wichtige Mobilitätsdrehscheiben und benötigen eine zukunftsfähige Energieversorgung“Peter HankeMobilitätsminister (SPÖ)
Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) sieht darin einen wichtigen Schritt für klimafreundlicheren Flugverkehr: "Die Dekarbonisierung des Verkehrs gelingt nur, wenn wir die gesamte Infrastruktur konsequent auf Nachhaltigkeit ausrichten. Flughäfen sind wichtige Mobilitätsdrehscheiben und benötigen eine zukunftsfähige Energieversorgung. Mit der Förderung nachhaltiger Bodenstromlösungen schaffen wir die Voraussetzungen dafür, Emissionen und Lärmbelastungen am Boden deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Flughäfen zu stärken."
Auch am Flughafen Wien wird das Projekt begrüßt. Dort werden täglich rund 700 Flüge abgefertigt: "Rund 700 Flüge werden täglich am Flughafen Wien abgefertigt. Diese Abfertigungsvorgänge nachhaltig zu gestalten hat für uns hohe Priorität", betont Flughafen-Wien-Vorstand Julian Jäger. Die Umrüstung sei allerdings kostenintensiv, weshalb die Förderung wichtig sei.
Bis Ende 2029 müssen österreichische Flughäfen zudem EU-Vorgaben erfüllen und an den Vorfeldpositionen eine nachhaltige Stromversorgung sicherstellen. Ab 2030 soll diese ausschließlich über das Stromnetz oder lokal erzeugte erneuerbare Energie erfolgen.