Für viele Wiener Autofahrer läuft jetzt die Zeit ab: Die Parkscheine zum Tarif 2025 verlieren mit 30. Juni 2026 endgültig ihre Gültigkeit. Darauf weist auch der ÖAMTC hin. Ab 1. Juli dürfen in den Wiener Kurzparkzonen nur noch Parkscheine zum aktuellen Tarif verwendet werden.
Mit 1. Jänner 2026 wurden die Parkgebühren in Wien angehoben. Für eine halbe Stunde Parken wurden 1,70 Euro fällig – davor waren es noch 1,30 Euro. Die bisher gültigen Parkscheine durften noch sechs Monate lang weiterverwendet werden. Diese Übergangsfrist endet nun mit 30. Juni 2026.
Wer nach dem Stichtag einen alten Parkschein verwendet, riskiert eine Organstrafverfügung. Bereits bei der vergangenen Tarifumstellung warnte der ÖAMTC, dass ein abgelaufener Parkschein rechtlich als ungültig gilt und damit als Parken ohne gültigen Parkschein gewertet werden kann. Besonders ärgerlich: Alte Parkscheine können auch diesmal nicht zurückgegeben oder gegen Aufzahlung umgetauscht werden.
"Es gibt keine Möglichkeit, die alten Parkscheine zu verwenden – auch nicht, wenn ich zum Beispiel überzahle. Es gibt leider Gottes auch keine Umtauschmöglichkeit. Mittlerweile hat die Stadt Wien den Umtausch von Parkscheinen selbst gegen Aufzahlung ausgeschlossen", erklärt ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias Nagler auf Radio Wien.
Nagler empfiehlt, nicht mehr neue Papier-Parkscheine zu kaufen, als tatsächlich benötigt werden: "Beim Parkscheinkauf auf Vorrat sollte man zurückhaltend sein", so der Experte. Wer die alten Parkscheine bis 30. Juni nicht aufbraucht, sollte sie allerdings auch nicht wegwerfen.
"Es kann sein, dass sich die Rechtslage irgendwann einmal ändert. Dass der Verfassungsgerichtshof das aktuelle Gesetz aufhebt beziehungsweise, dass die Stadt Wien künftig vielleicht doch noch eine Möglichkeit zum Umtausch vorsieht", rät Nagler. Wer seine Parkgebühren über das System "Handyparken" bezahlt, musste mit Beginn der Erhöhung nichts unternehmen. Die aktuellen Tarife wurden dem alten Guthaben automatisch angepasst.