Mehr als 26 Jahre nach dem Tod von Rex Gildo ("Fiesta Mexicana", "Marie, der letzte Tanz ist nur für dich") sorgt dessen langjähriger Sekretär, Chauffeur und Vertrauter Dave Klingeberg für Gesprächsstoff.
In seiner Autobiografie „Die Wahrheit hinter der Lüge“ berichtet der 52-Jährige erstmals offen darüber, eine Beziehung mit dem berühmten Schlagerstar gehabt zu haben.
Rex Gildo starb am 26. Oktober 1999 an den Folgen eines Sturzes aus dem zweiten Stock seiner Münchner Wohnung. Klingeberg schreibt nun, nach dem Vorfall gegenüber Ermittlern eine Beziehung mit dem Sänger eingeräumt zu haben.
Öffentlich hatte er eine intime Partnerschaft bislang stets bestritten.
Dave Klingeberg schildert, wie er nach Gildos Tod zahlreiche Briefe erhielt – darunter auch Beschimpfungen wie „Du Mörder“ oder Vorwürfe, das Blut der Schlagerlegende klebe an seinen Händen.
Zwei Sanitäter hätten jedoch bezeugt, dass er versucht habe, Rex Gildo zu retten, und ihn nicht gestoßen habe.
Klingebergs neue Offenheit sorgt für eine Wende in der jahrzehntelangen Diskussion rund um Rex Gildos Privatleben. In der Vergangenheit hatte Klingeberg, wie die "Schlagerprofis" unter Berufung auf eigene Recherchen und die Biografin Nessa Notedigo berichtet, stets betont, keine sexuelle Beziehung zu Gildo gehabt zu haben.
In einem TikTok-Statement aus dem Jahr 2024 sagte er sogar, er habe Gildo in den letzten zehn Jahren an seiner Seite "nie mit einem Mann erlebt“. Doch nun räumt er in seinem Buch erstmals öffentlich eine Beziehung ein.
"Seit über 20 Jahren haben wir versucht, den Wunsch von Rex Gildo zu respektieren und sein Privatleben so darzustellen, wie er es zu Lebzeiten wollte. Natürlich waren wir von Anfang an eingeweiht, aber Dinge, die Rex selbst nie öffentlich zugeben wollte, wollten wir nicht verbreiten. Dieses Recht steht unserer Meinung nach niemandem zu – außer der betroffenen Person selbst. Deshalb haben wir all die Jahre gegen Gerüchte gekämpft und uns dafür eingesetzt, sein Privatleben zu schützen und nur sein musikalisches Erbe zu vertreten", schreibt Rex Gildos Biografin Nessa Notedigo auf Facebook.
Und weiter: "Nun sitze ich hier mit Tränen in den Augen. Einerseits macht es mich traurig, dass das Thema jetzt doch an die Öffentlichkeit gelangt ist, entgegen seinem Willen zu Lebzeiten. Andererseits spüre ich Erleichterung, dass dieser jahrelange Kampf nun vorbei ist. Ich hoffe sehr, dass Rex – wo auch immer er jetzt ist – damit einverstanden ist."
"Für Dave freue ich mich, dass er nach all den Jahren endlich offen sprechen kann und hoffentlich seinen Seelenfrieden findet", so Notedigo.
Mit Klingebergs Offenbarung ist nun eine jahrzehntelange Debatte um das Privatleben von Rex Gildo zu einem Ende gekommen. Jene, die von einer homosexuellen Beziehung ausgingen, sehen sich nun bestätigt. Andere, die Gildos Privatleben im Sinne des Verstorbenen geschützt wissen wollten, handelten offenbar in seinem Interesse.
Rex Gildo bleibt ein unvergessener Star – mögen seine letzten Jahre nun auch in Frieden betrachtet werden.