Die Ski-Welt wartet mit Spannung auf das zweite Comeback von Marcel Hirscher. Der für Holland fahrende Salzburger kehrt im Olympia-Winter auf die große Bühne zurück, lediglich der Zeitpunkt ist noch offen.
"Für mich ist es schwer, zu beurteilen, wo es dann sein wird. Umso früher, umso besser", sagte der 36-Jährige am Montag auf ServusTV. Realistisch sei Jänner. "Wenn es Madonna sein sollte, cool. Wenn es Adelboden oder erst Schladming sein wird – auch gut. Was ich nicht mehr machen werde: Es wie im Vorjahr zu schnell zu machen." Hirscher riss sich bekanntlich das Kreuzband, fiel für den Rest der Saison aus.
Eine, die die Vorgänge genau beobachtet, ist Maria Riesch. Die Deutsche erlebte 2005 ein ähnliches Schicksal, kämpfte sich ebenfalls nach schweren Knieverletzungen zurück.
"Es ist für ihn besonders", sagt sie über Hirscher. "Er hatte nie was ganz Schlimmes. Das Besondere ist, dass das jetzt nach seinem Comeback passiert ist. Aber er macht einen guten Eindruck, wirkt aufgeräumt."
Was kann der einstige Branchen-Primus erreichen? "Es kann alles passieren. Er hat keinen Druck. Jeder schaut zwar auf ihn, aber es wäre eine Sensation. Er fährt locker drauflos und schaut, was passiert", will sich die 41-Jährige nicht festlegen.
Auch abseits von Hirscher fiebert Riesch im Weltcup-Winter mit. "Ich bin immer sehr nervös. Jetzt frage ich mich, wie ich das früher ausgehalten habe. Die engen Abstände bei den Herren sind ein Wahnsinn. Das ist mir jetzt wieder bewusst geworden. Die sind alle auf Top-Niveau unterwegs."
Das nächste Rennen steigt am 27. November in Copper Mountain (US) – ein Super-G der Männer steht auf dem Programm. Die Damen fahren am 29. November am selben Ort einen Riesentorlauf.