Oberösterreich

Riesen-Schreck! Krampus bricht Bub (10) den Fuß

Diesen Perchtenlauf wird ein Bub so schnell nicht vergessen: Ein Krampus soll ihm den Fuß gebrochen haben. Die Polizei geht von einem Unfall aus.

In Braunau fanden am Wochenende die ersten Perchtenläufe statt.
In Braunau fanden am Wochenende die ersten Perchtenläufe statt.
Daniel Scharinger

Der Schüler besuchte am Samstag mit seinen beiden Geschwistern und Eltern den Brauchtumslauf in Braunau. "Die Veranstaltung begann wirklich schön. Die Stimmung war bei allen gut, alles schien friedlich", wird der Vater in der "Kronen Zeitung" zitiert.

Die Kinder hätten mit den Krampussen ihre wahre Freude gehabt, berichtet der Mann. Sie "durften sie angreifen, Faust an Faust mit ihnen abklopfen und wurden sogar gestreichelt".

"Gebärdeten sich wild"

Der Vorfall soll laut dem Vater beim Auftritt einer bayerischen Krampus-Gruppe passiert sein: "Drei davon haben sich wild gebärdet, die Absperrgitter weggerissen und versetzt", erzählt er.

Plötzlich schrie der Zehnjährige auf. Einer der Krampusse soll ihm das Gitter auf den Fuß gestellt haben. Im Krankenhaus stellte sich später heraus, dass der Mittelfuß des Buben gebrochen war. "Ich habe ihn 300 Meter bis zum Auto getragen", so der Vater.

Er erstattete wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung Anzeige. "Die Heilung wird laut Ärztin mindestens drei Wochen dauern. Da der Fuß sehr angeschwollen war, hat er vorerst einen Stützverband und Krücken gekriegt. Am Donnerstag soll sein Fuß eingegipst werden."

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    Ein Krampus aus Bayern soll dem 10-Jährigen den Mittelfuß gebrochen haben.
    Ein Krampus aus Bayern soll dem 10-Jährigen den Mittelfuß gebrochen haben.
    Daniel Scharinger

    Den Veranstaltern geben die Eltern keine Schuld: "Die haben super reagiert, sind noch vor uns bei der Polizei gewesen, haben die Teilnehmerlisten ausgehändigt und sich mehrfach entschuldigt, obwohl sie nichts dafür konnten", erzählt der Vater.

    Veranstalter Michael Glück (33), Obmann der Krampus-Gruppe "D'Zwidan Hölln Teifin" aus Neukirchen (Bez. Braunau), schildert den Vorfall anders:

    "Laut meinen Informationen hat der Krampus das Sperrgitter nicht absichtlich auf den Fuß des Burschen fallen lassen", schildert Glück gegenüber "Heute".

    "Es gehört dazu, an den Gittern zu rütteln"

    Es gehöre dazu, an den Gittern zu rütteln, das erwarten auch die Besucher. Wegen seiner Maske dürfte der Krampus das Kind nicht richtig gesehen haben. 

    "Das Gitter ist hin- und hergerückt worden. Dabei ist der Fuß des Buben vermutlich unter die Umzäunung geraten. Krampus-Gruppen sind keine Schlägertrupps und wir kennen die Leute, die heuer dabei waren", erzählt der 33-Jährige.

    Noch vor der Veranstaltung bat er alle 28 Gruppen mit insgesamt 400 Vertretern, speziell auf die Kinder zu achten. Er habe von dem Vorfall per Telefon erfahren und sei mit der Teilnehmerliste sofort zur Polizei gefahren.

    Dienstag Früh wurde er von den Beamten ausführlich befragt. Die Einvernahmen der Eltern und des Obmanns des bayerischen Vereins stünden aber noch aus. "Die Polizei ermittelt gerade", sagt Glück. Die Exekutive gehe aber nicht von Körperverletzung aus, sondern von einem Unfall. 

    Eines habe der Obmann der verdächtigen Gruppe aber bereits versichert: "Sollte sich herausstellen, dass es einer von ihnen war, übernimmt der Verein alle Kosten, die durch den Vorfall entstanden sind", sagt Glück.

    Zuseher mit Kopfnuss verletzt

    Gleich zwei Verletzte forderte ein Krampuslauf in der Nacht auf Sonntag in Saalfelden (Bez. Zell am See): Sowohl unter Zusehern als auch mit den Perchten kam es zu Konflikten. "Heute" berichtete. 

    Zuerst flogen unter Zuschauern die Fäuste. Ein 24-Jähriger warf einen 20-Jährigen im Zuge des Streits zu Boden, dann trat er mit den Füßen auf ihn ein. Später gerieten ein Krampusdarsteller (28) und ein 18-jähriger Zuseher aneinander.

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      apa/picturedesk ("Heute"-Montage)