Rohstoff für E-Autos

Riesiger Lithium-Schatz in Deutschland entdeckt

Im Norden Sachsen-Anhalts wurde ein gigantisches Lithium-Vorkommen gefunden. Es könnte reichen, um jährlich 500.000 Elektroautos zu versorgen.
Technik Heute
05.05.2026, 18:07
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Deutschland könnte bei Batterierohstoffen unabhängiger werden: Unter der Altmark in Sachsen-Anhalt lagern nach Angaben des Energieunternehmens Neptune Energy rund 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent. Damit handelt es sich um eines der größten bekannten Lithium-Vorkommen aus Thermalwasser weltweit.

Das Besondere: Das wertvolle Metall liegt nicht im Gestein, sondern gelöst in heißem Salzwasser mehrere Tausend Meter unter der Erde. Dadurch braucht es keinen Tagebau mit riesigen Gruben wie in Südamerika.

Wie focus.de berichtet, nutzt Neptune Energy ein spezielles Verfahren namens Direct Lithium Extraction. Dabei wird die Sole an die Oberfläche gepumpt, das Lithium herausgefiltert und das restliche Wasser weiterverwendet. Große Verdunstungsbecken sind nicht nötig.

Ehemaliges Gasfeld wird zum Zukunftsstandort

Die Region ist kein Neuland für die Industrie. Seit 1969 wird dort Erdgas gefördert. Diese bestehende Infrastruktur macht das Lithium-Projekt besonders attraktiv. Aus einem alten Gasstandort könnte so ein neuer Baustein für Europas Batterieproduktion entstehen.

"Die Altmark verbindet geologisches Potenzial, bestehende Infrastruktur und technisches Know-how - perfekte Voraussetzungen, um den Wandel von der Erdgasförderung hin zu einer umweltfreundlichen Lithiumgewinnung erfolgreich umzusetzen", sagt Axel Wenke von Neptune Energy.

Ab 2030 soll die Förderung starten

Derzeit laufen mehrere Pilotprojekte, bei denen verschiedene Technologien getestet werden. Ab 2030 plant Neptune, die kommerzielle Produktion schrittweise auf bis zu 25.000 Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent pro Jahr hochzufahren.

Diese Menge würde Material für rund 500.000 Elektroautos jährlich liefern. Für Deutschland wäre das ein wichtiger Schritt, da Batterierohstoffe bislang fast vollständig importiert werden müssen - vor allem aus Chile, Australien und China.

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